US-Börsen
Kursschwankungen in den USA deutlich zurückgegangen

An den US-Börsen sind die Kursschwankungen auf das niedrigste Niveau seit Juli 2007 gefallen. Der Volatilitäts-Index VIX der Chicago Board Options Exchange hat sich seit März im Zuge eines deutlichen Anstiegs der Aktienkurse mehr als halbiert und fiel am Dienstag zeitweise bis auf 15,82. Experten warnen jedoch vor Fehlinterpretationen.

Bloomberg NEW YORK. Die Preise für VIX-Terminkontrakte zeigen, dass Händler bis Juli wieder einen Anstieg auf über 21 erwarten.„Die Anleger lösen ihre kurzfristigen Hedging-Geschäfte auf und gehen langfristige Hedging-Geschäfte ein, das lastet auf dem VIX“, erläuterte Simon Emrich, Leiter Quantitative Derivatestrategien Nordamerika bei Morgan Stanley in New York.

Wenn die Investoren erst einmal ihre Hedging-Geschäfte zur Absicherung von Kursrisiken umgeschichtet hätten, werde der VIX allerdings wieder steigen. Der VIX basiert auf Preisen für Optionen auf den US-Benchmark-Index Standard & Poor’s 500 mit einer maximalen Restlaufzeit von 30 Tagen. Entsprechend gibt er auch nur die Erwartungen für diesen Zeitraum wieder. Terminkontrakte haben dagegen längere Laufzeiten.

Ein höherer Wert beim VIX zeigt an, dass Händler in den kommenden 30 Tagen stärkere Kursausschläge erwarten. Der Index gilt als Messzahl für Angst am Aktienmarkt, weil er bei fallenden Kursen meist steigt.

Händler erwarten, dass der hohe Ölpreis und die stärkste Krise am US-Häusermarkt seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren für stärkere Kursausschläge bei Aktien sorgen wird, berichtete David Krein, Präsident von DTB Capital LLC. Der VIX gebe nur das kurzfristige Risiko am Aktienmarkt wieder, führt er aus. „Lassen Sie sich nicht von einem VIX-Wert bei 16 in die Irre führen.“ Am 17. März lag der VIX noch bei 35,60. Seitdem hat der S&P 500 zwölf Prozent zugelegt, nachdem die Federal Reserve Bank ihren Diskontsatz gesenkt und die Rettungsaktion für die Investmentbank Bear Stearns unterstützt hatte.

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