US-Pharmakonzern überzeugt mit steigenden Gewinnen und geplanten Kostensenkungen die Aktienexperten
Analysten raten bei Pfizer zum Einstieg

Die Pharmakonzerne müssen in naher Zukunft gefährliche Klippen umschiffen. Den großen Arzneimittelunternehmen drohen Umsatzverluste, weil in den nächsten Jahren in den USA eine Reihe von lukrativen Patenten ausläuft. Tatsächlich könnten die Einnahmen der führenden Pharmaunternehmen dann dramatisch einbrechen.

HB HOUSTON. Denn bislang bringen die Medikamente, die ab 2006 Konkurrenz von Billigpräparaten (Generika) bekommen, mehr als 21 Mrd. Dollar jährlich ein. Das schätzt Analyst Gregory Gilbert von Merrill Lynch. Zwischen 2003 und 2005 lag diese Zahl nur bei rund zehn Mrd. Dollar pro Jahr. Generika sind in der Zusammensetzung identisch mit den Original-Medikamenten und unterscheiden sich meist nur im Preis von ihrem Vorbild.

Allein beim größten Pharmakonzern der Welt, Pfizer, könnte der Umsatzverlust durch die neue Konkurrenz etwa 14 Mrd. Dollar ausmachen. Deshalb geht Pfizer zurzeit verstärkt auf Sparkurs. „Die nahe Zukunft mag etwas steinig werden, aber auf lange Sicht sind wir wegen der geplanten Kostensenkungen optimistisch für Pfizer“, sagt Mara Goldstein von CIBC World Markets. „Bis 2007 soll Pfizer zwei Mrd. Dollar einsparen, was den Konkurrenzdruck durch Generika enorm erleichtern würde.“

Auch Tim Anderson von Prudential macht sich um die Ergebnisse unter dem Strich wenig Sorgen. „Die Pfizer-Geschäftsführung hält üblicherweise das, was sie an Gewinnzuwachs verspricht – die Gefahr einer zu optimistischen Prognose ist also gering“, sagt Anderson. „Außerdem bereitet sich das Unternehmen auf diese Patentverluste schon seit Anfang der 90er-Jahre vor.“

Zu den Bestsellern des Unternehmens zählen zum Beispiel das Antidepressivum Zoloft und der Cholesterinsenker Lipitor, das umsatzstärkste Medikament der Welt. Auch im kürzlich abgelaufenen Quartal hatte Lipitor bei Pfizer für steigende Gewinne gesorgt und war ein Hauptgrund für die Erhöhung der Gesamtjahresprognose um fast 20 Prozent. Kräftige Umsatzzuwächse verbuchten darüber hinaus das Herzmittel Norvasc und das Antibiotikum Zithromax. Diese beiden Wirkstoffe werden jedoch in naher Zukunft das Patent verlieren.

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