Verkaufsgerüchte
K+S-Aktie startet Aufholjagd

Nach einem Pressebericht steht K+S kurz vor dem Verkauf seiner Hausdüngersparte Compo. Die Gerüchte treiben die Papiere von Europas größtem Kali-Produzenten nach oben.
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DüsseldorfMeldungen über ein großes Investoreninteresse an der Blumenerde-Sparte Compo haben der Aktie von K+S am Dienstag einen kräftigen Schub gegeben. Die Papiere stiegen bis zum Nachmittag um knapp drei Prozent auf 53,50 Euro und waren damit größter Gewinner im Dax. Medien hatten berichtet, dass es für die zum Verkauf stehende Sparte rund ein halbes Dutzend mögliche Bieter gebe, die in den vergangenen sechs Woche eine vertiefte Buchprüfung vorgenommen haben. Darunter Unternehmen wie der Finanzinvestoren Triton und der israelische Düngemittelkonzern ICL. Inzwischen seien aber nur noch zwei Bieter im Rennen.

Welche diese sind ist unklar. Schon im vergangen Juni hatte K+S die Sparte zum Verkauf gestellt und Goldman Sachs als Berater engagiert. Der Düngemittelspezialist erwarte einen Verkaufspreis von 200 Millionen Euro, hieß es. Ein Sprecher des Unternehmens lehnten einen Kommentar zu den Gerüchten ab.

Aber nicht nur die Gerüchte um den Verkauf von Compo stützen die K+S-Aktie: In einer Studie sagten die Analysten der Citigroup langfristig weiter steigenden Kali-Preisen voraus und hoben ihre Gewinnschätzungen für die Branche an. Für K+S bedeutete dies eine um zehn Prozent höhere Gewinnerwartung für 2012.

Aufholbedarf besteht: Die K+S Aktien hatte seit Jahresanfang gut fünf Prozent ihres Wertes verloren. Auf Jahressicht ist der Wert allerdings noch deutlich im Plus. In den vergangenen zwölf Monaten konnte K+S rund 40 Prozent zulegen.

Die Citigroup Analystin Sophie Jourdier bestätigte ihr Kursziel von 62 Euro. Auch die Mehrzahl der von Bloomberg befragten Analysten sprechen für K+S eine Kaufempfehlung aus. 25 von 39 Analysten setzen die Aktien auf "Kaufen" - nur vier raten zum Verkauf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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