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Versicherer schwach - Aussagen der Schweizer Rück belasten

Ein skeptischer Blick der Schweizerischen Rückversicherung auf die jüngsten Naturkatastrophen hat den deutschen Versicherern am Freitag deutliche Kursverluste beschert. Als schwächster Wert im Dax verloren Münchener Rück 0,99 Prozent auf 78,71 Euro, während Allianz 0,38 Prozent auf 82,10 Euro nachgaben. Zugleich büßte der deutsche Leitindex 0,10 Prozent auf 3 902,07 Punkte ein.

dpa-afx DÜSSELDORF. Ein skeptischer Blick der Schweizerischen Rückversicherung auf die jüngsten Naturkatastrophen hat den deutschen Versicherern am Freitag deutliche Kursverluste beschert. Als schwächster Wert im Dax verloren Münchener Rück 0,99 Prozent auf 78,71 Euro, während Allianz 0,38 Prozent auf 82,10 Euro nachgaben. Zugleich büßte der deutsche Leitindex 0,10 Prozent auf 3 902,07 Punkte ein.

"Münchener Rück ist von dem Gerücht belastet, die Schweizer Rück werde wegen des Hurrikans Ivan und des japanischen Taifuns ihre Schaden-Kosten-Quote (Combinded Ratio) nicht halten können", sagte ein Aktienhändler einer Frankfurter Bank. Bei so einer Nachricht gingen auch für die anderen Versicherer die "Alarmglocken" an, fügte er hinzu.

Auch andere Händler sahen die zu erwartete Schadensbelastung nach den zahlreichen Tropenstürmen der vergangenen Tage bei dem eidgenössischen Konkurrenten als Grund für die Kursschwäche. Ähnliches werde nun auch bei den Münchnern befürchtet, hieß es im Handel.

Die Schweizerische Rückversicherung kann nach eigenen Angaben noch nicht sagen, ob die angestrebte Combinded Ratio von 96% 2004 erreicht werde. Vor den endgültigen Schadensmeldungen aus dem Hurrican Ivan und dem Taifun Songda könne man noch nicht einschätzen, ob die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen über dem erwarteten Ausmass liegt, erklärte ein Swiss-Re-Sprecher. Nach den Hurrikanen Charley und Frances war dieses Ziel Anfang September noch explizit bestätigt worden.

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