Versorger-Aktien erhalten Auftrieb
Analysten sehen Einigung im Emissions-Streit positiv

Nach Einschätzung von Experten dürften die deutschen Energiekonzerne von dem in der Nacht erzielten Kompromiss zum Emissionshandel profitieren.

HB FRANKFURT. „Es hat sich gezeigt, dass sich die Interessen der Industrie durchgesetzt haben“, sagte Christian Schindler, Analyst für Eon und RWE bei der Landesbank Rheinland-Pfalz. „Jede Tonne, die an Kohlendioxid (CO2) mehr ausgestoßen werden darf, ist schließlich bares Geld wert“, fügte er hinzu. „Gegenüber den ursprünglichen Plänen des Umweltministers bedeutet dies zusätzliche Emissionsrechte im Wert von rund 120 Mill. €“, sagte Matthias Heck, Analyst beim Bankhaus Sal. Oppenheim. Die Aufteilung dieser Summe auf die Konzerne sei wegen fehlender Informationen derzeit nicht möglich.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatten sich in der Nacht auf eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes in Deutschland auf 503 Mill. Tonnen bis 2007 verständigt. Damit lag der Kompromiss deutlich näher an den Vorstellungen Clements.

Die Aktien von Eon und RWE reagierten am Morgen auf die Nachricht mit leichten Kursgewinnen. So legten Eon-Papiere 0,6 % auf 53,38 € zu, RWE-Titel zogen um 0,3 % auf 36,17 € an. Parallel gab der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,4 % auf 3865 Punkte nach. Börsianer erklärten die vergleichsweise moderaten Reaktionen damit, dass am Markt bereits damit gerechnet wurde, dass Clement sich weitgehend durchsetzen werde.

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