Aktien
Versorger nach Bundestagswahl schwach - Solarwerte sehr fest

Nach dem unklaren Ausgang der Bundestagswahl haben die Aktien der großen deutschen Versorger am Montag zu den Verlierern im Dax gezählt. Die im TecDax notierten Solarwerte zählten dagegen zu den größten Gewinnern.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem unklaren Ausgang der Bundestagswahl haben die Aktien der großen deutschen Versorger am Montag zu den Verlierern im Dax gezählt. Die im TecDax notierten Solarwerte zählten dagegen zu den größten Gewinnern.

Eon AG verloren 3,14 Prozent auf 77,03 Euro und RWE gaben um 3,02 Prozent auf 55,18 Euro nach. Der Dax büßte zugleich 1,24 Prozent auf 4 924,76 Punkte ein. Solarworld gewannen 1,57 Prozent auf 111,21 Euro, während Conergy 2,59 Prozent auf 83,25 Euro zulegten. Der TecDax gab zugleich um 0,12 Prozent auf 597,10 Punkte nach.

Mehrere Börsianer begründeten einhellig die überdurchschnittlich schlechte Entwicklung der Versorger und die positive Entwicklung der Solarwerte mit dem unklaren Wahlausgang. "Jetzt geschieht genau das Umgekehrte wie direkt nach der Neuwahlankündigung", sagte ein Analyst. Damals hätten am Montag nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen die Versorger in der Hoffnung vieler Anleger auf eine unionsgeführte Bundesregierung deutlich zugelegt, die Solarwerte nachgegeben.

Die WestLB stufte am Montag die Eon-Aktie von "Outperform" auf "Neutral" und senkte das Kursziel von 83 auf 78 Euro. Auch RWE-Titel senkten sie auf "Neutral" und gaben das Kursziel nun mit 55 Euro an. Bislang hatte es 60 Euro betragen. Die Wahlen hätten das "Sentiment" für die deutschen Versorger verändert, hieß es in der Studie. Bei der Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken gebe es bei einer Großen Koalition aus SPD und CDU bestenfalls eine Laufzeit von 40 Jahren, was bereits eingepreist sei. In anderen Koalitionen dürfte das "Nuklear-Thema" erstmal auf Eis gelegt werden.

Bei der Hypovereinsbank (HVB) hieß es , dass der Wahlausgang für die Versorger "enttäuschend" sei. Da Schwarz-Gelb nicht die Mehrheit erhalten habe, könnten die Versorger nicht sicher sein, dass die Laufzeit für die Atomkraftwerke verlängert werde.

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