Aktien
Versorger schwach im Dax - Niedrigere Strompreise befürchtet

Die Aktien der beiden Versorger im Dax haben am Mittwoch ihre Vortagsverluste ausgeweitet. Händler und Analysten machten in erster Linie Gewinnmitnahmen dafür verantwortlich, nachdem die Titel in jüngster Zeit kräftig zugelegt hatten.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der beiden Versorger im Dax haben am Mittwoch ihre Vortagsverluste ausgeweitet. Händler und Analysten machten in erster Linie Gewinnmitnahmen dafür verantwortlich, nachdem die Titel in jüngster Zeit kräftig zugelegt hatten. Bis 11.45 Uhr verlor die RWE-Aktie um 1,30 Prozent auf 53,84 Euro und das Eon-Papier büßte 0,62 Prozent auf 73,67 Euro ein. Zugleich legte der Dax um 0,25 Prozent auf 4 664,46 Punkte zu.

"Zurzeit wird etwas Outperformance herausgenommen. Seit der NRW-Wahl und den vorgezogenen Bundestagswahlen haben die Versorger immens zugelegt. Nun ist die Luft draußen", sagte ein Händler in Frankfurt. Zugleich verwies er auf den leicht rückläufigen Bund-Future und die damit verbundenen steigenden Zinsen, die eine Investition in die Versorger nicht mehr so rentabel erscheinen ließen. Wenn die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe - auf die sich der Bund-Future bezieht - steigt, dann sinke die Bereitschaft von Investoren, in die dividendenorientierten Versorger-Titel zu investieren.

Analyst Nils Machemehl von M.M. Warburg sagte aber, er sehe in der Entwicklung der Festverzinslichen keinen Grund für die Kursverluste der Papiere. "Die Aktien haben sehr davon profitiert, dass CDU und FDP gesagt haben, sie würden die Befristungen für die Kernkraftwerke aufheben. Das ist inzwischen am Markt verarbeitet." Nun aber würden zwei andere Themen in den Vordergrund rücken: "Die Abschaffung der begrenzten Restlaufzeiten einerseits könnte die Forderung nach niedrigeren Strompreisen nach sich ziehen", sagte er.

Andererseits verwies er auf die Regulierungsbehörde, die demnächst ihre Arbeit aufnehmen wird. Sie solle für einen effektiveren Wettbewerb im Strommarkt sorgen und das könnte niedrigere Netzentgelte nach sich ziehen.

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