Vierte Schweizer Neuemission in diesem Jahr
Schweizer Milchkonzern Emmi geht an die Züricher Börse

Was in Deutschland kaum funktioniert, läuft in der Schweiz immerhin auf Sparflamme: Mit dem Luzerner Milchkonzern Emmi geht am 6. Dezember die vierte Neuemission an die Schweizer Börse.

HB ZÜRICH. Der Medizingeräte-Produzent Ypsomed, die Roche-Ausgründung Basilea und der Halbleiter-Hersteller Austriamicrosystems haben es vorgemacht – jetzt kommt also Emmi.

Die Zeichnungsfrist für die neuen Titel ist angelaufen. Bis zu eine Million Aktien sollen zu einem Preis von 90 bis 100 Schweizer Franken (59 bis 66 Euro) platziert werden. Wenn die Nachfrage groß ist, wollen die bisherigen Aktionäre zusätzlich 85 000 Aktien auf den Markt bringen. Die Namensaktien sind sofort dividendenberechtigt. Vom nächsten Jahr an will Emmi gut ein Viertel seines Jahresgewinns an die Aktionäre auszahlen.

Der Konzern erwirtschaftete 2003 bei einem Umsatz von 1,9 Mrd. Franken einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 118 Mill. Franken. Sowohl Umsatz wie Gewinn legten beachtlich zu. Obwohl Emmi auf der Liste der europäischen Milchproduzenten, die von Danone angeführt wird, nur auf Platz elf steht, hat es die Marke außerhalb des Heimatmarktes geschafft, als Synonym für Schweizer Käse, einem seiner Hauptprodukte, angesehen zu werden.

Emmi-Chef Walter Huber will das Geld aus dem Börsengang zur Expansion nutzen. Außerdem sollen neue Produkte entwickelt werden, die dem Trend der Nahrungsmittelindustrie folgen und – wie sich Nestlé-Chef Peter Brabeck einmal ausgedrückt hat – „irgendwo zwischen Food und Pharma“ liegen.

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