Vizekanzler spricht von "Volksaktie"
Österreichische Post geht an die Börse

Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat am Mittwoch Pläne der Regierung bestätigt, die Österreichische Post noch in diesem Frühjahr an die Börse zu bringen.

DÜSSELDORF/WIEN. Der entsprechender Ministerratsbeschluss soll am Donnerstag getroffen werden. Anschließend erhält die Staatsholding ÖIAG, formal Besitzerin der Post, den Auftrag, den Börsengang gemeinsam mit dem Unternehmen vorzubereiten und bis zu 49 Prozent der Anteile auf den Markt zu bringen. Analysten schätzen den Wert des Unternehmens insgesamt auf rund eine Mrd. Euro.

In den ersten neun Monaten erzielte die Österreichische Post bei einem Umsatz von 1,2 (Vorjahr 1,2) Mrd. Euro ein Ergebnis (Ebit) von 56,2 (55,16) Mill. Euro. Für das Gesamtjahr stellte Post-Chef Anton Wais ein Umsatzplus von ein bis zwei Prozent und eine operative Marge von fünf Prozent in Aussicht.

Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach erwartet, dass sich vor allem österreichische Investoren und Kleinaktionäre für die Postaktie interessieren und spricht von einer „Volksaktie“. Die Deutsche Post, im Vorfeld des öfteren als Interessent gehandelt, hat bereits abgewunken. „Wir haben definitiv kein Interesse mehr“, sagte ein Sprecher. Das jahrelange Hin und Her in der österreichischen Post-Politik hat Post-Chef Klaus Zumwinkel abgeschreckt. Auch in Belgien und Dänemark hat sich die Deutsche Post nicht an der Privatisierung der staatlichen Postkonzerne beteiligt beziehungsweise hatte gegen Finanzinvestoren den Kürzeren gezogen.

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