Aktien
Volkswagen fallen zum Auftakt der Tarifverhandlungen

Die Aktien von Volkswagen sind am Mittwoch zum Auftakt der Tarifverhandlungen mit der IG Metall unter Druck geraten. Experten wiesen darauf hin, dass die Gespräche mehrere Wochen dauern dürften und Streiks nicht auszuschließen seien. Die Volkswagen-Papiere verloren bis 10.50 Uhr 0,90 % auf 33,06 €. Der Dax legte bis dahin dagegen um 0,34 % auf 3 961,15 Punkte zu.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von Volkswagen sind am Mittwoch zum Auftakt der Tarifverhandlungen mit der IG Metall unter Druck geraten. Experten wiesen darauf hin, dass die Gespräche mehrere Wochen dauern dürften und Streiks nicht auszuschließen seien. Die Volkswagen-Papiere verloren bis 10.50 Uhr 0,90 % auf 33,06 €. Der Dax legte bis dahin dagegen um 0,34 % auf 3 961,15 Punkte zu.

Der Leiter des Aktienhandels bei der Postbank, Ascan Iredi, zeigte sich überrascht, dass der Markt erst jetzt realisiert, dass die Tarifverhandlungen auf eine Konfrontation hinauslaufen. Andererseits sei es "komplett normal", dass beide Seiten mit Maximalforderungen in die Gespräche gingen. Enttäuscht habe der Markt sicher die Haltung der Gewerkschaft aufgenommen, die angesichts der angespannten Lage bei Volkswagen nicht mehr Kompromissbereitschaft signalisiert habe.

Analyst Robert Heberger vom Bankhaus Merck, Finck & Co. erwartet zähe und langwierige Tarifverhandlungen. In den kommenden Wochen sei mit einem negativen Nachrichtenfluss zu rechnen, vor allem im Hinblick auf Streikaktionen. Ein Aufweichen der Forderung der VW-Konzernleitung nach einem zweijährigen Lohnstopp werde die Wettbewerbsfähigkeit des Wolfsburger Automobilherstellers verringern.

Nach Ansicht Hebergers könnten auch die jüngsten Nachrichten aus China den Kurs belastet haben. Die Pekinger Statistikbehörde hatte mitgeteilt, dass die Autoproduktion in China in diesem Jahr nicht um 40 %, sondern nur um 18 % zulegen werde. Volkswagen ist laut Heberger immer noch der am stärksten in China engagierte deutsche Autokonzern. Die jüngste Statistik bestätige letztlich den VW-Ausblick auf die Entwicklung in Fernost. Der Marktanteil der Wolfsburger in China sei in letzter Zeit stark gesunken. Der Preisdruck steige und die Gewinne im vergangenen Quartal seien im Vorjahresvergleich bereits rückläufig gewesen.

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