Volle Auftragsbücher und gute Marktperspektiven sprechen Experten zufolge für ein Ende der Branchenkrise
Bei Boeing warten Analysten auf das Startsignal

Geht es nach Analysten und Marktbeobachtern, dann bekommt Boeing endlich wieder Rückenwind: Auf der Internationalen Luftfahrtmesse im englischen Farnborough gab der Konzern in der vergangenen Woche eine Reihe von Bestellungen für neue Flugzeuge bekannt, unter anderem von Air China und Turkish Airlines.

HOUSTON. Die Geschäfte laufen so gut, dass das Management bis Jahresende rund 3 000 neue Mitarbeiter einstellen will, um alle Aufträge bewältigen zu können. Dennoch befand sich der Aktienkurs des größten US-Flugzeugbauers zuletzt im Sinkflug. Nun schauen Anleger gespannt auf die neuen Quartalszahlen, die am morgigen Mittwoch bekannt gegeben werden.

Im kommenden Jahr will der Konzern etwa 300 Düsenverkehrsflugzeuge ausliefern – also 15 mehr als bisher angepeilt. Selbst beim neuen Mittelklasse-Vorzeigemodell 7E7 Dreamliner, das erst in vier Jahren startklar sein soll, gibt es schon eine größere Zahl von Vorausorders. Insgesamt sammeln sich in Boeings Auftragsbüchern vorläufige und endgültige Bestellungen im Wert von fast vier Mrd. Dollar. Davon sollten auch die Anleger profitieren, erwartet James Higgins von Credit Suisse First Boston (CSFB): „Die Bestellzahlen bei Boeing werden den Aktienpreis nach oben treiben“.

Auch über die Zukunft der gesamten Flugzeugbranche äußerten sich sowohl Industrievertreter als auch Analysten zum ersten Mal seit den Terroranschlägen vom September 2001 zuversichtlich. „Der Ton war sicherlich positiver als in den vergangenen zwei Jahren“, sagte Hossein Amir-Aslani von JP Morgan der Nachrichtenagentur Reuters. „Es gab bei dieser Flugmesse viel mehr Geschäftsverhandlungen als zuvor.“

Positive Stimmung herrscht auch bei Boeings Konkurrenten: Erzrivale Airbus erwartet wie Boeing eine allmähliche Entspannung der Lage, und auch andere Konzerne bewerteten die Auftragslage als ermutigend. Nach Berechnungen der Boeing-Geschäftsleitung werden die Fluggesellschaften in den kommenden 20 Jahren Bestellungen über insgesamt 25 000 neue Maschinen im Gegenwert von mehr als zwei Billionen Dollar bei Boeing, Airbus & Co. in Auftrag geben.

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