Volumen an Käufen und Verkäufen gesunken
Insider bleiben optimistisch

Trotz Subprime-Krise bleiben die Insider optimistisch. Das Insider-Barometer ist im Vergleich zur Vorwoche erneut gestiegen. Allerdings hat sowohl das Volumen der Käufe als auch der Verkäufe deutlich nachgelassen. Mit einem Insider-Deal wurde bei einem Unternehmen das Kapitel Insolvenz geschlossen – mit Hilfe von Unternehmensberater Roland Berger.

HB DÜSSELDORF. Allen Unsicherheiten an den Aktienmärkten zum Trotz: Das Insider-Barometer ist im Vergleich zur Vorwoche weiter gestiegen - um acht auf 175,39 Punkte. Damit notiert das Barometer auf dem höchsten Stand seit April 2003. Gleichzeitig ist das Volumen der Insiderverkäufe und –käufe gegenüber den Vorwochen deutlich gefallen. Die Summe der Verkäufe hat sogar einen jährlichen Tiefstand erreicht.

„Trotz der Sorgen in den USA um die Subprime-Krise und den hohen Volatilitäten am Aktienmarkt bleiben Insider weiter optimistisch und haben Vertrauen in ihre eigenen Unternehmen“, sagt Olaf Stotz vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen. Das Institut berechnet in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking das Barometer exklusiv für das Handelsblatt.

Infografik: Entwicklung Insider-Barometer und Dax

Das Insider-Barometer spiegelt einen Erwartungshorizont von drei Monaten wider. Bis zur Weihnachtszeit suggeriert es demnach für den gesamten Aktienmarkt deutlich steigende Kurse. In der Vergangenheit lagen die Fifam-Experten mit dieser Prognose meist richtig.

Die beiden Top-Käufe wurden bei zwei Medien-Unternehmen beobachtet. Im Wert von 3,2 Millionen Euro hat die Highlight Communications ihren Anteil an der Constantin Film AG ausgebaut, der bereits vorher über 25 Prozent lag.

Das höchste Transaktionvolumen in Verbindung mit der Marktkapitalisierung gab es bei Senator Entertainment. Die Beteiligungsgesellschaft HSW GmbH der beiden Senator-Vorstände Helge Sasse und Marco Weber kauften 1,3 Millionen Aktien von der Deutschen Bank, die diese Aktien im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens gehalten hatte.

Mit dem Kauf baute die HSW ihren Anteil an Senator auf 27.4 Prozent aus. Gleichzeitig stockte Unternehmensberater Roland Berger seine Beteiligung an dem Unternehmen auf 13,25 Prozent aus. „Mit der Transaktion ist das Insolvenzkapitel für den Senator Konzern endgültig abgeschlossen“, meldet das Unternehmen.

Den höchsten Verkauf gab es bei Wacker Chemie. Bei dem Unternehmen hat sich Aufsichtsrat Stefan Leberfinger von Aktien im Wert von über einer Million Euro getrennt. „Wir sind derzeit verhalten für die Aktie und können die Verkäufe nachvollziehen“, heißt es dazu von Commerzbank Private Banking. Hauptgrund waren die enttäuschenden Zahlen im zweiten Quartal, die zum ersten Mal seit dem Börsengang im April 2006 unter den Erwartungen der Börsianer lagen.



Insiderbarometer: Hinweis in eigener Sache


Der Index wird wöchentlich berechnet, betrachtet aber immer die Director´s Deals der vergangenen 14 Tage. Dadurch kann es bei der wöchentlichen Berichterstattung zu inhaltlichen Überschneidungen kommen.



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