Vor Börsengang
Hohe Schadenersatzklagen gegen Glencore

Der Rohstoffriese drängt an die Börse - und beruhigt die Investoren, die Verfahren seien kein Problem.
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London/New York

Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore sieht sich vor seinem milliardenschweren Börsengang mit diversen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Insgesamt fordern Kläger bis zu 900 Millionen Dollar an Schadenersatz von dem Schweizer Konzern. In seinem mehr als 1600 Seiten umfassenden Börsenprospekt nennt Glencore mehr als 30 Gefahren für das Unternehmen. Dazu zählen Risiken wie "teure Gerichtsverfahren" in Folge von Unfällen. Einzelne Zivilprozesse werden dort jedoch nicht aufgeführt.

Glencore teilte am Freitag mit, dass die Wahrscheinlichkeit einer Haftbarkeit des Konzerns für noch schwebende Verfahren gering sei. Sollte das Unternehmen dennoch in irgendeiner Form schuldig gesprochen werden, dürfte das kaum Auswirkungen auf die Bilanz haben. Das bislang äußerst verschwiegene Unternehmen wollte dazu keinen weiteren Kommentar abgeben.

Zu den Rechtsstreitigkeiten zählt eine Sammelklage aus den USA von 1999. Die Kläger von den amerikanischen Jungferninseln werfen Glencore und dem Aluminiumgiganten Alcoa vor, giftige Substanzen durch fahrlässige Lagerung in einer Aluminiumraffinerie freigesetzt zu haben.

Der Börsengang Glencores ist bislang auf rund sieben Milliarden Euro ausgelegt. Erstnotiz in London ist der 19. Mai, in Hongkong ist das Debüt am 25. Mai geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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