Vorschau auf die US-Börsenwoche
Wall Street wartet auf Details des Rettungspakets

Das Milliarden-Paket der US-Regierung zur Stabilisierung der Finanzmärkte wird kommende Woche das beherrschende Thema an den US-Börsen sein. Zwar werde erwartet, dass es zwischen Demokraten und Republikanern eine Einigung auf das Paket noch vor Öffnung der Börsen am Montag geben wird, sagten Börsianer. Dann müssten aber die Details bewertet werden.

HB NEW YORK. Die USA wollen ihren Banken faule Hypothekenkredite im Volumen von 700 Mrd. Dollar abnehmen, um sie von den Risiken zu entlasten. Konjunkturdaten, die üblicherweise die Börsen-Richtung maßgeblich mitbestimmen, werden kommende Woche wohl weiter eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Am Montag stehen die persönlichen Einkommen und Konsumausgaben zur Veröffentlichung an. Am Dienstag werden die Zahlen zum Verbrauchervertrauen für September der Einkaufsmanager-Index für den Großraum Chicago präsentiert. Am wichtigsten werden aber die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sein, die am Freitag bekannt gegeben werden. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten hier im Schnitt, dass außerhalb der Landwirtschaft im September 100 000 Stellen verlorengingen, nach 84 000 im August. "Wenn wir weiter eine Schwäche am Arbeitsmarkt sehen werden - und es gibt keinen Grund für eine gegenteilige Annahme - dann wird das die Sorgen mit Blick auf die Konsumenten vergrößern", sagte Bucky Hellwig von Morgan Asset Management. "Das wird die Idee wieder aufleben lassen, dass wir in einer Abwärtsspirale sind."

Am Freitag hatten die Standardwerte an der Wall Street nach einem weitgehend von Verlusten geprägten Handelstag fester geschlossen. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung auf das Rettungspaket verschaffte vor allem Bankenwerten Gewinne. Im Wochenverlauf gaben aber Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq zwischen zwei und vier Prozent ab.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Abschläge beim Dow damit auf 16, beim S&P auf 17,4 und bei der Nasdaq auf 17,7 Prozent. Die Nasdaq hatte auch am Freitag leicht verloren. Techwerte wurden dabei vor allem vom BlackBerry-Hersteller Research In Motion belastet, dessen Aktie mehr als ein Viertel an Wert verlor. Der Konzern hatte mit seinem Ausblick enttäuscht.

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