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Billigeres Öl könnte für Rally an der Wall Street sorgen

Die US-Aktienmärkte werden in der neuen Woche nach Einschätzung von Händlern ihren seit drei Wochen anhaltenden Aufwärtstrend fortsetzen. Grund für den Optimismus der Investoren ist der gesunkene Ölpreis, der Firmen wie Verbrauchern mehr Geld für Konsum und Investitionen lässt.

HB NEW YORK. Angesichts der allmählich zu Ende gehenden Berichtssaison zum abgelaufenen Quartal dürften zudem makroökonomische Daten wieder mehr in den Fokus der Anleger rücken. Weiter wichtig werden Hinweise auf die Entwicklung der Inflation sein. Zudem steht eine Vielzahl von Reden von Vertretern der US-Notenbank (Fed) auf dem Programm.

In der abgelaufenen Woche sank der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) Rohöl unter 60 Dollar - der niedrigste Stand seit Ende Juli. Ungewöhnlich warmes Wetter sowie ein Anstieg der Ölvorräte der USA hatten zu der Preisentwicklung beigetragen. "So lange das Wetter mild bleibt, werden die Rechnungen niedrig ausfallen, also sollte der Markt nächste Woche an seine Aufwärtsbewegung anknüpfen", sagte Marc Pado, US-Marktstratege bei Cantor Fitzgerald & Co.

Seit Anfang des Monats sind die US-Aktienmärkte gestiegen - nach einer schleppenden Entwicklung im Oktober. Zum Teil ist der bisherige Anstieg der Hoffnung auf eine Jahresend-Rally geschuldet. Am Freitag verließ der Dow-Jones-Index der Standardwerte den Handel 0,43 Prozent höher mit 10 686 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,31 Prozent auf 1235 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,26 Prozent auf 2202 Stellen vor. Im Vergleich zur Vorwoche zogen alle drei Indizes an; der Dow um 1,5 Prozent, der S&P um ebenfalls 1,5 Prozent und der Nasdaq um 1,2 Prozent. Wegen des US-Feiertages "Veterans Day" waren am Freitag aber viele Börsianer nicht am Markt.

Mit Spannung verfolgen dürften Marktteilnehmer am Montag eine Rede von Fed-Chef Alan Greenspan, die via Video-Konferenz von einer Veranstaltung bei der Bank von Mexiko übertragen werden soll. Über die Nominierung von Ben Bernanke als Nachfolger von Greenspan soll am Dienstag bei einer Anhörung des Bankenausschusses des US-Senats diskutiert werden. Im Laufe der Woche stehen noch zahlreiche Reden anderer Fed-Vertreter an, wie von Michael Moskow, Richard Fisher und Anthony Santomero.

Wertvolle Hinweise auf die Preisentwicklung und damit auf die weitere US-Zinspolitik werden die Daten zu den Verbraucher- und Produktionspreisen jeweils für Oktober liefern. Beide Berichte sollen am Mittwoch vorgelegt werden.

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