Vorzüge locken mit attraktiver Dividendenrendite
VW-Aktionäre müssen Geduld haben

Die Investmentbank Goldman Sachs hat VW-Aktien auf „Underperform“ zurückgestuft. Dennoch gibt es gute Gründe, auf die recht liquiden Vorzüge der Wolfsburger zu setzen.

DÜSSELDORF. Das neue Jahr begann für Volkswagen mit schlechten Nachrichten: Wie der Finanzvorstand des Wolfsburger Automobilherstellers, Hans-Dieter Pötsch, am Sonntag bekannt gab, brach der operative Gewinn im abgelaufenen Jahr um mehr als die Hälfte ein. Der starke Euro, hohe Investitionen in neue Modelle, Belastungen im Brasilien-Geschäft sowie Sonderabschreibungen sorgten für den herben Gewinnrückgang. Neu war die Nachricht nicht, dennoch stufte die Investmentbank Goldman Sachs VW-Aktien auf „Underperform“ zurück: Die Papiere von Volkswagen gaben daraufhin gestern im Tagesverlauf bis zu 4 Prozent nach.

Schon 2003 war für Aktionäre des Wolfsburger Konzerns kein gutes Jahr. Zwar kletterte der Kurs der Stammaktien in den vergangenen zwölf Monaten um 15 %. Im gleichen Zeitraum gewann der Deutsche Aktienindex (Dax) allerdings 37 % hinzu. Noch schlechter entwickelten sich die Vorzugsaktien von VW, die noch auf dem gleichen Kursniveau wie Anfang 2003 notieren. Ein Grund für die Kursschwäche der stimmrechtslosen Vorzüge: Die Übernahmeschlachten um Wella und ProSiebenSat1 Media belegten erneut, dass Vorzüge bei Übernahmen gegenüber den Stämmen unterlegen sind.

Eine Übernahme ist bei VW jedoch nicht zu erwarten. Und auch sonst gibt es Gründe, auf die recht liquiden Vorzüge der Wolfsburger zu setzen. Einer davon ist der – von Analysten und Investoren lang geforderte – Schritt des Konzerns hin zu einer verstärkten Wechselkurssicherung. Der Höhenflug des Euros belastete das Ergebnis des Autobauers allein in den ersten neun Monaten 2003 mit 1,2 Mrd. Euro. Jetzt erhöhte Volkswagen die Kursabsicherung seiner Umsätze im Dollarraum von 40 auf 70 %.

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