Aktien
Vossloh gut behauptet - Zahlen über Analystenerwartungen

Die Aktie des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh hat am Dienstag im frühen Handel nach Zahlen um 0,47 Prozent auf 32,00 Euro zugelegt. Der MDax kletterte gleichzeitig um 0,28 Prozent auf 4 987,80 Punkte. Händler und Analysten lobten die Zahlen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh hat am Dienstag im frühen Handel nach Zahlen um 0,47 Prozent auf 32,00 Euro zugelegt. Der MDax kletterte gleichzeitig um 0,28 Prozent auf 4 987,80 Punkte. Händler und Analysten lobten die Zahlen. Sie seien besser ausgefallen als erwartet. Auch Befürchtungen über eine mögliche Gewinnwarnung seien unbegründet gewesen.

Vossloh hatte seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr bestätigt. Trotz der derzeitigen Investitionszurückhaltung erwarte der Konzern in 2004 einen Umsatz von 920 Mill. Euro, teilte Vossloh am Dienstag in Werdohl mit. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet der Konzern wie bislang mit 106 Mill. Euro.

Im dritten Quartal verzeichnete der Eisenbahnbauer trotz eines Umsatzrückgangs einen höheren Gewinn. Der Umsatz sank von 243,4 auf 235,5 Mill. Euro. Das Ebit kletterte von 23 auf 31,5 Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 27,4 Mill. Euro gerechnet. Der Überschuss kletterte von 12,2 auf 18,2 Mill. Euro. Der Auftragsbestand lag zum 30. September 2004 mit 954 Mill. Euro 2,9 Prozent über dem Auftragsbestand zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (927,2 Mill. Euro).

Kompensationszahlung von Siemens

"Die Zahlen sind ok. Negative Überraschungen sind ausgeblieben", sagte ein Händler. Vossloh habe von einer Kompensationszahlung des Vertragspartners Siemens profitiert, ergänzte ein Analyst. Siemens hatte die Zahlung zugesagt, nachdem ein gemeinsames Straßenbahn-Projekt in Budapest wegen Konstruktionsfehlern an der Siemens-Straßenbahn Combino ausgefallen war.

Roland Koenen vom Bankhaus Lampe hob auch die positive Auftragssituation hervor. "Das lässt einen ersten Blick auf 2005 zu." Mit großen Ergebnissprüngen sei im nächsten Jahr aber trotzdem nicht zu rechnen, da sich positive und negative Einflüsse voraussichtlich die Waage halten würden. So sei zumindest in absehbarer Zeit nicht mit einem Großauftrag der Deutschen Bahn zu rechen. Dafür winke ein Auftrag aus Frankreich. Die Aktie berge kaum noch Kurspotenzial. Das Kursziel liege bei 35 Euro.

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