Aktien
VW schwach an Dax-Ende - Morgan Stanley weiter 'Underweight'

Die Aktie von Volkswagen hat am Dienstag mit klaren Kursverlusten auf die Vorlage der endgültigen Gesamtjahreszahlen und der Prognose für das laufende Geschäftsjahr reagiert. Die Titel des Autobauers fielen bis 14.25 Uhr um 2,65 Prozent auf 36,35 Euro und lagen damit am Dax-Ende.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie von Volkswagen hat am Dienstag mit klaren Kursverlusten auf die Vorlage der endgültigen Gesamtjahreszahlen und der Prognose für das laufende Geschäftsjahr reagiert. Die Titel des Autobauers fielen bis 14.25 Uhr um 2,65 Prozent auf 36,35 Euro und lagen damit am Dax-Ende. Der Leitindex sank zugleich um 0,27 Prozent auf 4 415,91 Punkte.

"Der schwache und zudem nur vage Ausblick auf die Geschäfte im laufenden Jahr war ungefähr so erwartet worden", sagte ein Händler. Das sei der Grund für die aktuellen Kursverluste. Ein anderer Marktbeobachter vermisste einen "konkreten Ausblick auf das Jahr 2005".

Die Analysten von Morgan Stanley bestätigten den Titel mit "Underweight". Bei der Vorlage der jüngsten Gesamtjahreszahlen sei der Autobauer daran interessiert gewesen, "eine Art Krisenszenario" zu erzeugen, hieß es in der am Dienstag in London vorgelegten Studie. Damit und mit dem gedämpften Ausblick könne bezweckt werden, dass die notwendigen Restrukturierungen kraftvoll durchgesetzt werden könnten. Wer bei Volkswagen auf diese Restrukturierungen setze, müsse künftig auf niedrigere Profitabilität und eine schwächere Finanzposition vorbereitet sein. Die Geschichte von erfolgreichen Restrukturierungen in der internationalen Autoindustrie zeige, dass Krisenzeiten notwendig seien, um Unternehmen neu auszurichten.

Die Analysten von SES Research bekräftigten ihre "Outperformer"-Empfehlung und sahen den Fairen Wert bei 39,43 Euro. Das operative Ergebnis für 2004 sei mit 1,7 Mrd. Euro um 100 Mill. Euro besser gewesen als zunächst veröffentlicht ausgefallen und habe damit nicht überrascht. Insgesamt habe auch der Ausblick "keine großen Neuigkeiten" gebracht.

Analyst Jürgen Pieper vom Frankfurter Bankhaus Metzler nannte den Ausblick hingegen "wie erwartet recht gut". Zwar sei zu erwarten gewesen, dass sich die Geschäfte im ersten Quartal noch nicht erholen werden, "aber das wird den Markt doch nicht wirklich überrascht haben", sagte Pieper. "Ich weiß nicht, was manche nun erwartet haben", sagte er.

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