Wacker Construction, Bauer und Palfinger, Demag Cranes
Mit Kränen an die Spitze

Der Bauboom beschert den Herstellern von Baumaschinen eine Auftragsflut und treibt die Aktienkurse nach oben.

FRANKFURT. Wenn der Chef des Börsenkandidaten Wacker Construction, Georg Sick, von der Konstruktion neuer Bagger spricht, dann fangen seine Augen an zu leuchten. Auch so mancher Anleger dürfte begeistert sein, wenn er die Kursentwicklung der Aktien von Baumaschinenherstellern sieht. Dank des Booms in der Baubranche befinden sich diese Papiere in einem steilen Aufwärtstrend. Und das nicht erst seit dem Erfolg der jüngst beendeten, weltweit größten Baumesse, der Bauma in München. Wacker Construction-Chef Sick hat sich den richtige Zeitpunkt ausgesucht, um den im vergangenen Jahr abgesagten Börsengang nachzuholen. Beim zweiten Anlauf aufs Parkett konnte der Hersteller kompakter Baumaschinen einen wesentlich höheren Erlös erzielen.

Wie viel Gefallen Anleger an Bau-Aktien finden, zeigt auch das erfolgreiche Parkett-Debüt von Bauer. Die Papiere stiegen seit dem Börsengang im Juli vergangenen Jahres um sagenhafte 250 Prozent. Die Bauleute aus dem oberbayerischen Schrobenhausen heben bei schwierigen Bodenverhältnissen Baugruben aus oder setzen Fundamente.

Daneben stellt das Unternehmen spezielle Baumaschinen für diese Aufgaben her. Die Oberbayern legten besonders in diesem Bereich kräftig zu. Der Umsatz stieg hier gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 417 Mill. Euro. Fast alle der vom Finanznachrichtendienst Bloomberg befragten Analysten stufen das Wertpapier trotz des außergewöhnlichen Kursanstiegs immer noch mit „Kaufen“ ein. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 22 liegen die Tiefbauspezialisten auch noch knapp unter dem weltweiten Branchendurchschnitt von 23. „Bauer profitiert vom weltweiten Wachstum des Bausektors, aber auch von der erstmals seit Jahren anziehenden Nachfrage aus Deutschland“, schreibt Nils Lesser, Analyst von Merck Finck & Co., in einer Studie. Die sehr gute Auftragslage lasse auch weiterhin einen soliden Anstieg der Aktie erwarten.

Eine ebenfalls erfolgreiche Börsenstory präsentiert Palfinger. Die Österreicher bauen Kräne, die auf Lastwagen montiert werden können. Die sehr hohe Auslastung der Fabriken habe zu der positiven Entwicklung beigetragen, sagt Erste-Bank-Analyst Gerald Walek. Das Unternehmen erweitert zudem seine Produktionskapazitäten. Das Management rechnet daher damit, dass die Erlöse im kommenden Jahr weiter steigen werden. Angesichts dieses Potenzials und über den Erwartungen gelegenen Zahlen für das erste Quartal hat die Deutsche Bank ihre Einschätzung für das Palfinger-Papier von „halten“ auf „kaufen“ heraufgestuft.

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