Wahre Flut von Quartalszahlen in der 19. Kalenderwoche
Dax-Ausblick: Unsicherheiten überwiegen

Der hohe Ölpreis sowie anhaltende Ängste vor einer näher rückenden US-Zinserhöhung werden nach Einschätzung von Aktienstrategen auch in der kommenden Woche die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bestimmen. Selbst wenn die Geschäftszahlen von Index-Schwergewichten wie der Deutschen Telekom oder den Versorgern RWE und Eon positiv ausfielen, dürfte das den Deutschen Aktienindex Dax nicht aus seiner Lethargie reißen.

HB FRANKFURT. Neben Dax-Schwergewichten wie der Allianz und der Deutschen Telekom legen auch zahlreiche Unternehmen der zweiten Reihe ihre Ergebnisse vor. Doch dass gute Zahlen die Kurse nach der schwachen Vorwoche den Gesamtmarkt nachhaltig stützen, ist unwahrscheinlich: An solide Umsätze und Gewinne in den ersten Monaten dieses Jahres hat sich die Börse mittlerweile gewöhnt.

Andere Themen stehen im Vordergrund: neben der Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung vor allem der hohe und weiter steigende Ölpreis. Beides überlagert positive Unternehmensberichte und die konjunkturellen Fortschritte. Die Befürchtungen, die US-Notenbank könnte die Zinsen bald anheben, hatte am Freitag durch sehr gute US-Arbeitsmarktdaten neue Nahrung erhalten. Analysten schließen einen ersten Zinsschritt schon im Juni jetzt nicht mehr aus.

Der steigende Ölpreis erhöht den Preisdruck und damit ebenfalls die Zinsrisiken. Gleichzeitig bringt der hohe Preis die Gewinnmargen unter Druck. Die Analysten von Morgan Stanley sehen eine 65-prozentige Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Ölpreis in den kommenden Wochen zunächst auf rund 40 $ je Barrel steigt, um dann wieder auf 30 $ zurückzufallen. Eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit billigen die Analysten aber auch einem Szenario zu, bei dem sich die Produktion in Saudi-Arabien wegen politischer Turbulenzen halbiert und der Ölpreis bis auf 80 $ steigen könnte.

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