Weitere Kursphantasie kann nur von neuen Produkten kommen: Serono enttäuscht die Anleger

Weitere Kursphantasie kann nur von neuen Produkten kommen
Serono enttäuscht die Anleger

Trotz eines Rekordgewinns des Schweizer Biotechkonzerns gibt der Kurs nach. Experten bemängeln die Abhängigkeit des Unternehmens von einem einzelnen Medikament.

DÜSSELDORF. Auch die besten Zahlen reichen manchmal nicht aus: Obwohl der Schweizer Biotechkonzern Serono vergangene Woche mit einem Reingewinn von 390 Mill. US-Dollar für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Rekordergebnis vermeldete, gab die Aktie innerhalb weniger Stunden über 3 % nach. Schuld daran ist vor allem der verhaltene Ausblick. Es fehlen noch geeignete Nachfolgemedikamente für den derzeitigen Kassenschlager.

Bisher verdankte Serono seinen Erfolg maßgeblich dem Multiple- Sklerose (MS) Medikament Rebif, das mit 819 Mill. Dollar fast für die Hälfte des Gesamtumsatzes im vergangenen Jahr verantwortlich war. Mit einem Marktanteil von fast 40 % außerhalb Amerikas ist Serono damit in der MS-Behandlung der Marktführer. Auch in den USA, wo das Medikament erst 2002 zugelassen worden ist, kommt mittlerweile jede neunte gegen MS verschriebene Pillenpackung von den Schweizern.

Allerdings stößt der größte Wachstumstreiber des Unternehmens langsam an seine Grenzen. Während 2003 noch die rasant wachsenden Rebif-Verkaufszahlen in den USA den Reingewinn über 21 % steigen ließen, wird in diesem Jahr der Zuwachs deutlich geringer ausfallen. Serono selbst rechnet nur noch mit einem Plus von 15 bis 20 %. „Da der Markt langsam gesättigt ist, wird das Umsatz- und Gewinnwachstum in diesem Jahr sicher niedriger ausfallen“, meint Daniel Wendorff, Analyst bei der WestLB.

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