Weiterer Kursanstieg für die Aktie der spanischen Fluggesellschaft erwartet
Sparmaßnahmen bei Iberia gefallen den Analysten

Die größte spanische Fluggesellschaft Iberia hat ihre Kunden zuletzt nicht unbedingt durch Leistung überzeugt. Wer allerdings an seinen Geldbeutel denkt, der macht mit dem Wertpapier nach Meinung vieler Analysten einen guten Kauf.

MADRID. Das ehemalige Staatsunternehmen bietet wenig Service, kommt oft zu spät und hat kostenlose Getränke und Snacks auf nationalen Flügen und den Imbiss auf europäischen Strecken gekappt. Wer allerdings an seinen Geldbeutel denkt, der macht mit dem Wertpapier nach Meinung vieler Analysten einen guten Kauf.

Obwohl die Branche durch die hohen Ölpreise und Terrorbedrohungen schwer gebeutelt wurde, stufte die Citigroup die Iberia-Aktie jüngst von Halten auf Kauf. Zwar rechnen die Analysten des US-Finanzdienstleisters damit, dass die Nettogewinne der Branche in diesem Jahr um 60 Prozent zurückgehen und der operative Gewinn um 30 Prozent fallen werden, „aber Iberia hat noch ein großes Potenzial, seine Ausgaben zu senken“. Zudem hat der Titel Phantasie. Der Iberia- Aktionär British Airways (neun Prozent) hatte erst Ende 2003 offen zugegeben, dass er an einer Fusion mit den Spaniern interessiert sei.

Der Kurs der Iberia-Aktie, der von Anfang Juli bis Mitte August von 2,4 Euro auf unter zwei Euro fiel, erholt sich inzwischen wieder. Allein in der vergangenen Woche gewann der Titel neun Prozent. Grund ist neben der Beruhigung der Ölmärkte vor allem die Spekulation um den Verkauf der 18,5prozentigen Beteiligung Iberias an dem globalen Reisereservierungssystem Amadeus. „Solidere Gründe sind die gute Geschäftslage und bessere Gewinnaussichten des Unternehmens im Vergleich zu anderen Wettbewerbern“, sagt Analyst Antonio Castell vom Broker Ibersecurities.

Der Sparkurs des seit einem Jahr amtierenden neuen Iberia-Chefs Fernando Conte greife. Daher hätten die steigenden Energiepreise nicht so einen negativen Einfluss auf die Kostensituation des Unternehmens wie bei anderen Gesellschaften. Bisher war Iberia auch noch nicht wie andere Wettbewerber gezwungen, die Tarife zu erhöhen. Die Spanier haben erkannt, dass sie die gute Auslastung der vergangenen Monate vor allem günstigen Angeboten zu verdanken haben. Iberias Preise liegen im Durchschnitt nur noch zwölf Prozent über denen der Billigkonkurrenz.

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