Weltweit bislang größter Börsengang in diesem Jahr
Fulminanter Börsenstart der chinesischen Citic Bank

Die Aktien der chinesischen Citic Bank haben bei ihrem Börsendebüt in Hongkong und Schanghai kräftige Zugewinne verzeichnet. In Hongkong legten die Papiere am Freitag um 21 Prozent zu, während sich ihr Wert in Schanghai mehr als verdoppelte. Besonders der Auftritt in Schanghai übertraf die Erwartungen von Marktbeobachtern.

PEKING. Der Börsengang des Geldhauses, bei dem dieses 5,4 Milliarden Dollar einnahm, war der weltweit bislang größte in diesem Jahr. Der Ausgabepreis lag bei 5,86 Hongkong-Dollar (0,55 Euro). Chinas Banken zählen dank der brummenden Wirtschaft des Landes und der stetig steigenden Konsumlaune der Menschen zu den teuersten der Welt. Citic ist die zweite Bank, die zeitgleich in Hongkong und Schanghai den Gang aufs Parkett wagte. Zuvor hatte dies die Industrial and Commercial Bank of China im Oktober getan, es war der größte Börsengang der Welt.

Bei Citic kamen viele Anleger nur beschränkt zum Zuge. Die Aktien waren bereits im Vorfeld 230fach überzeichnet. Auch für die Zweitnotierung der Bank of Communications (BoCom) in Schanghai, die für Juli geplant ist, werden bereits geradezu sagenhafte Vorbestellungen gemeldet. Die Börsengänge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der chinesische Aktienmarkt ein Rekordhoch nach dem anderen erreicht.

Die Citic Bank, die zur größten staatlichen Investmentfirma gleichen Namens gehört, platzierte in Hongkong 4,9 Mrd. Aktien zu 5,86 Hongkong-Dollar. Für Schanghai waren 2,3 Mrd. Aktien zu je 5,8 Yuan angekündigt worden. Damit wurden die Anteilsscheine am oberen Ende der jeweils festgesetzten Spannen platziert. „Chinas Banken haben noch viel Potenzial für Wachstum, da der anhaltende Wirtschaftsboom das Bankgeschäft weiter ankurbeln wird“, ist Wu Jianfei von CCB Principal Asset Management in Peking überzeugt.

Entsprechend liegen auch für den Börsengang der Bank of Communications umfangreiche Zeichnungsaufträge vor. Laut dem „China Securities Journal“ haben sie bereits einen Wert von umgerechnet 188,2 Mrd. Dollar erreicht.– das ist mehr als die Marktkapitalisierung von JP Morgan. BoCom, die zu 19,9 Prozent HSBC gehört, will 3,3 Mrd. Dollar mit ihrem Zweitlisting in Schanghai erzielen. Chinas fünftgrößte Bank ist bereits in Hongkong an der Börse gelistet. Sie wird vermutlich am Freitag ihren Ausgabepreis bekannt geben. Banken profitieren besonders stark von der boomenden chinesischen Konjunktur. Die Wirtschaft der Volksrepublik war im ersten Quartal 2007 erneut um 11,1 Prozent gewachsen, sie liegt damit weiter auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre.

Solche Zahlen treiben die chinesische Börse zu immer neuen Rekordständen. „Chinas Aktienmarkt geht total ab“, kommentiert Wei Huijun, Analyst vom Galaxy Securities Mutual Fund Research Center, die Stimmung unter den Anlegern. Der CSI 300 Index, der die wichtigsten Werte der beiden China-Börsen vereint, stieg am Donnerstag um 1,3 Prozent auf 3493,6 Punkte. Das war der vierte Rekordstand in Folge.

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