Weniger Unternehmen drängen weltweit an die Börse
Flaute am Emissionsmarkt hält an

Die Erwartungen an Google waren hoch. Zu hoch. Der Börsengang des Internetsuchdienstes sollte nicht weniger bringen als eine Rückkehr der High-Tech-Euphorie mit einer Flut neuer Börsengänge (IPOs) junger Internetfirmen und ein Ende des Machtmonopols der Investmentbanken im Emissionsprozess.

NEW YORK. Wenige Wochen nach dem holprigen Start der Google-Aktie hat die Wall Street jedoch kaum an Macht eingebüßt. Und die Zahl der Börsenkandidaten sinkt. „Im August fiel das Volumen der angekündigten Börsengänge um 17,7 Prozent gegenüber Juli“, sagt Analyst Wally Patawaran von der New Yorker Investmentbank Morgan Stanley, der gerade eine Studie zu dem Thema veröffentlicht hat.

Laut Morgan Stanley sank die Zahl der erwarteten Börsengänge von 147 im Juli auf 125 im August. Es war der dritte Monat hintereinander, in dem die Zahl der Emissionskandidaten abnahm, meldet der Informationsdienst Thomson Financial.

Besonders düster sieht die Lage in Europa aus. Dort fiel das Volumen aller Börsengänge laut Thomson Financial im August mit 865,3 Mill. Dollar erstmals seit Januar unter eine Mrd. Dollar. Der größte europäische Börsengang des Monats, die Emission der türkischen Bank Turkiye Garanti Bankasi, spielte nur 120 Mill. Dollar ein, meldet die Agentur Bloomberg. In der Top-Ten- Rangliste der weltweit größten Emissionen im August kommen Europäer nicht vor. Hier liegt Google mit einem Emissionserlös von 1,916 Mrd. Dollar deutlich vorne. Darauf folgt der indische Softwarekonzern Tata Consultancy mit 1,17 Mrd. Dollar.

Immerhin: Im Vergleich zum desaströsen Jahr 2003 läuft die IPOKonjunktur nicht ganz so schlecht. Das Volumen angekündigter Börsengänge, die so genannte Pipeline, ist mit 22,8 Mrd. Dollar fast fünfmal so gut gefüllt wie vor Jahresfrist.

Zu den größten Hoffnungsträgern zählt Dreamworks Animation, die Trickfilm-Tochter des Filmstudios der Hollywood-Giganten Steven Spielberg, David Geffen und Jeffrey Katzenberg. Dreamworks Animation produzierte computer-animierte Filmhits wie Shrek und könnte nach Einschätzung des Magazins Business Week an der Börse bis zu drei Mrd. Dollar einspielen.

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