Wert von rund 280 Mill. Euro
Interhyp will noch im September an die Börse

Der Baufinanzierungs-Dienstleister Interhyp will noch im September an die Börse. Ursprünglich war Oktober als Termin erwartet worden.

HB FRANKFURT. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und stellen unser Unternehmen in den nächsten Tagen nationalen und internationalen Investoren vor“, sagte Interhyp- Gründer Robert Haselsteiner am Montag in Frankfurt. Das dreitätige Preisfindungsverfahren solle am 26. September beginnen. Danach sei ein Börsengang möglich. Die Interhyp AG will bis zu 2,7 Millionen Aktien ausgeben, der größere Teil davon kommt aus dem Bestand der Altaktionäre.

Interhyp ist nach dem Biotech-Unternehmen Paion, dem Bezahlsender Premiere, dem Solar-Unternehmen Conergy und dem Flugzeug-Zulieferer MTU Aero Engines das fünfte Unternehmen, das 2005 in Deutschland an die Börse geht.

Das 1999 gegründete Unternehmen vermittelt Kreditgeber unter Banken, Bausparkassen und Versicherungen. Die Beratung erfolgt per Internet und Telefon. Die Interhyp AG ist mit einem abgeschlossenen Finanzierungsvolumen von 1,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr (Gesamtjahr 2004: 1,3 Mrd) nach eigener Einschätzung der größte unabhängige Anbieter von privaten Baufinanzierungen in Deutschland. Die eigenen Umsätze wurden im ersten Halbjahr auf 17 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen legte von 0,3 auf 4,1 Millionen Euro zu.

Der Münchener Finanzdienstleister hat nach Einschätzung der den Börsengang federführend begleitenden Deutschen Bank einen Börsenwert von rund 280 Mill Euro. Dies geht aus einer Studie der Bank hervor. Die Analysten unterstellen für die Branche ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25,7 und prognostizieren für 2006 einen Nettogewinn von 10,8 Mill. Euro.

Die Experten sehen die auf Vermittlung von Immobilienfinanzierungen spezialisierte Gesellschaft mit 278 Mill. Euro fair bewertet. Finanzkreise taxieren den Wert auf 250 bis 300 Mill. Euro vor dem beim Börsengang üblichen Preisabschlags. Interhyp wollte sich dazu nicht äußern. Interhyp plant eine Notierung im Prime Standard der Frankfurter Börse. Neben der Deutschen Bank gehört das Bankhaus Sal. Oppenheim dem Konsortium an.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will Interhyp sein Eigenkapital stärken. An Interhyp sind die Risikokapitalgesellschaften Earlybird und 3i mit 45 Prozent beteiligt. Die Gründer und Vorstände Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf halten je 24 Prozent der Anteile.

. Interhyp steigerte im ersten Halbjahr 2005 den Umsatz auf 17 (Vorjahreszeitraum: 7,3) Mill. Euro. Das Betriebsergebnis kletterte auf 4,1 (0,3) Mill. Euro.

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