Wieder über 100 Euro
VW-Aktie fährt auf und davon

Die Aktien der deutschen Autobauer gehören derzeit zu den großen Gewinnern an der Börse. Daimler, BMW, vor allem Volkswagen. Die Papiere des Wolfsburger Konzerns klettern heute wieder über die Marke von 100 Euro. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat ein Schweizer Analyst.
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HB FRANKFURT. Nach einer Kursziel-Anhebung durch die Credit Suisse haben sich Volkswagen am Montag an die Spitze des Dax-Feldes gesetzt. Die Aktien des Autobauers stiegen zeitweise um mehr als fünf Prozent auf ein Zweijahres-Hoch von 101,80 Euro. Auf Basis der außerordentlich starken Quartalsergebnisse habe er seine Gewinnprognose für 2010 auf 12,78 von 8,72 Euro je Aktie angehoben, schrieb Analyst Arndt Ellinghorst in einem Kommentar. Vor dem Hintergrund des starken China-Geschäfts halte er die Papiere für unterbewertet. Er erhöhte das Kursziel auf 130 von 102 Euro und bekräftigte die Einstufung "Outperform".

Unabhängig davon legte die schwedische Lkw-Tochter Scania ein operatives Vorsteuerergebnis über Markterwartungen vor. Die Aktie gab allerdings ihre Kursgewinne der vergangenen Handelstage wieder ab und verlor 3,5 Prozent auf 147 schwedische Kronen.

VW hatte zuletzt mit sehr guten Zahlen die Anleger begeistert. Auch dank eines reißenden Absatzes in China stieg das operative Ergebnis von Januar bis September auf 4,83 Milliarden Euro und verdreifachte sich damit binnen Jahresfrist, hatte VW am Freitag überraschend mitgeteilt. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 4,03 Milliarden Euro nach 655 Millionen Euro vor einem Jahr. An der Börse kamen die Geschäftsergebnisse gut an: Die VW-Aktie gewann mehr als zwei Prozent auf 95,77 Euro und war damit größter Gewinner im Dax. Die Zahlen seien durch die Bank weg besser als erwartet, sagte ein Börsianer.

Volkswagen setzte in den ersten neun Monaten 92,55 Milliarden Euro um - das entspricht einem Zuwachs von annähernd 20 Prozent. Autos des Konzerns seien in den stärksten Wirtschaftsregionen der Welt stark gefragt gewesen, erklärte der Vorstand. "China, Westeuropa, Nord- und Südamerika bleiben die Wachstumstreiber der Nachfrage." Insgesamt lieferte der Wolfsburger Autohersteller 5,4 Millionen Fahrzeuge an seine Kunden aus, 12,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit baute der Konzern seinen weltweiten Marktanteil auf 11,6 Prozent von zuvor 11,5 Prozent aus. Volkswagen produzierte in den ersten neun Monaten 5,35 Millionen Fahrzeuge - ein Plus von 22,6 Prozent.

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