Windparkentwickler Dong Energy

Milliardenbörsengang in Dänemark

Die sechstgrößte dänische Firma ist an der Börse gelistet: Windparkentwickler Dong Energy hat Aktien im Wert von 2,3 Milliarden Euro platziert. Die Investmentbank Goldman Sachs gibt einen Teil ihrer Anteile ab.
Dong-Energy-Chef Henrik Poulsen drückt symbolisch auf einen Knopf beim Börsengang der Firma. Quelle: Reuters
Startschuss in Kopenhagen

Dong-Energy-Chef Henrik Poulsen drückt symbolisch auf einen Knopf beim Börsengang der Firma.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer größte Börsengang des Jahres in Europa ist perfekt: Der dänische Windparkbauer Dong Energy brachte am Donnerstag Aktien im Wert von 2,3 Milliarden Euro an die Börse in Kopenhagen und kam damit auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 13 Milliarden Euro (98 Milliarden Dänische Kronen). Damit ist Dong Energy die sechstgrößte Firma in Dänemark, noch vor dem Brauereikonzern Carlsberg.

Der Energieversoger platzierte knapp 73 Millionen Aktien zu je 235 Kronen. Investoren rissen Dong die Papiere aus den Händen: Kurz nach Handelsbeginn lag der Kurs bereits zehn Prozent im Plus. Aktienstratege Peter Garnry von Saxo Bank sagte, Dong Energy habe gute Chancen in wichtige Börsenindizes in Europa aufgenommen zu werden.

Die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. Zu den größten Profiteuren dieses fernöstlichen Grünstrom-Booms zählt XEMC. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2016 auf einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Marktanteil 2,2 Prozent.  

Platz 13: Dongfang (China)
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Der chinesische Staatskonzern Dongfang stellt Schiffe, Lokomotiven und Gasturbinen her. Zu einem immer einträglicheren Geschäft werden aber auch die Windräder, die das Unternehmen aus der Provinz Sichuan fertigt.

Marktanteil: 2,2 Prozent.

Platz 12: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion rangiert global gesehen nur noch auf Platz 12. Die Hamburger kämpfen derzeit mit schwindenden Aufträgen, bröckelnden Marktanteilen und sinkenden Umsätzen. Nach einer Konsolidierungsphase soll der Erlös bis 2019 aber auf 2,6 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Damit die Konkurrenz Senvion in der Zwischenzeit nicht völlig enteilt, streicht der Konzern Hunderte Stellen und investiert in neue Produkte.

Marktanteil: 2,5 Prozent.

Platz 12: Sewind (China)
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Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 3,0 Prozent.  

Platz 10: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 14 führenden Windkraftkonzern der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2016 mehr als 40 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 3,2 Prozent.

Platz 9: Mingyang (China)
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Chinas viertgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Platz 8: Envision (China)
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Lei Zhang ist das Enfant terrible der Windenergieindustrie. Der Chef von Envision bezeichnet sein Unternehmen gerne als das „Apple der Energiewelt“. Statt wie die Konkurrenz lediglich „dumme“ Windräder herzustellen, will Zhang künftig mit einer offenen Plattform Geld verdienen, die Angebot und Nachfrage im Energiemarkt synchronisiert. Schwankende Solar- und Windenergie will er im großen Stil mit Stromspeichern, Elektroautos oder Industrieanlagen koppeln und auf lange Sicht mit dem smarten Steuern von Energieflüssen Milliarden verdienen. Zumindest ein paar Jahre lang dürfte der Verkauf von Windmühlen aber noch das Kerngeschäft von Envision bleiben. Anders als die Wettbewerber lässt Envision aber die Anlagen von Subunternehmen fertigen. Damit braucht der Konzern fast zwanzig Mal weniger Fixangestellte als die Branchenführer. Nur das Design und die Patente gehören Envision. „Wie bei Apple“, meint Unternehmenschef Zhang.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Dong Energy entstand vor zehn Jahren aus der Fusion staatlicher Öl- und Gasversorger sowie fünf regionaler Anbieter. Der Energieversorger hat weltweit mehr als ein Viertel aller küstennaher Windparks gebaut und ist auch in Deutschland und Großbritannien aktiv. Dong Energy will nun auch in den USA Fuß fassen.

Der Staat hält weiterhin knapp die Mehrheit an Dong Energy. 17,4 Prozent des Dong-Grundkapitals wurden nun an den Aktienmarkt gebracht. Der Großteil sei an dänische und internationale Investoren verkauft worden. Die US-Investmentbank Goldman Sachs trennte sich im Zuge des Börsengangs von Anteilen und hält nun noch 13,4 Prozent an Dong Energy.

  • rtr
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