Zahlen enttäuschen: Börsianer strafen Bayer ab

Zahlen enttäuschen
Börsianer strafen Bayer ab

Nach den vorläufigen Jahreszahlen ging es am Dienstag für die Aktie des Chemiekonzerns abwärts. Analysten zeigten sich von den Eckdaten des Unternehmens leicht enttäuscht. Die Titel rauschten ans Dax-Ende. .
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Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat eines der besten Ergebnisse der Firmengeschichte vorgelegt. Trotzdem haben die Anleger am Dienstag den Daumen gesenkt. Die Aktie verlor am Morgen 0,7 Prozent auf 55,53 Euro. Damit war der Wert im Dax am schlechtesten.

„Das schwache Ergebnis des vierten Quartals hat einige offenbar überrascht“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2011 seien jedoch nicht schlecht und der Ausblick liege im Rahmen der Erwartungen. Im Tagesverlauf werde sicher die Aussicht auf eine beschleunigte US-Zulassung des Krebsmittels Xarelto zur Behandlung der Herzerkrankung ACS in den Vordergrund rücken und der Aktie Auftrieb geben, fügte er hinzu.

Das Nettoergebnis habe sich unter anderem bedingt durch höhere Gewinne in den Sparten Pflanzenschutz und Gesundheit um knapp 90 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro erhöht, teilte der Bayer-Konzern in Leverkusen mit. Bei den hochwertigen Materialien machten dagegen höhere Rohstoffkosten dem Chemie- und Pharmariesen zu schaffen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um gut 4 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro.

Zudem hat das Unternehmen seine Nettofinanzschulden um 11,4 Prozent auf sieben Milliarden Euro gesenkt. Den Aktionären hatte Dekkers bereits für 2011 eine auf 1,65 Euro von 1,50 Euro je Aktie erhöhte Dividende in Aussicht gestellt.

Das Papier selbst ist seit September 2011 kontinuierlich gestiegen und hat dabei knapp 20 Euro an Wert zugelegt.

Martin Barwitzki
Martin Barwitzki
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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