Zukäufe geplant
Compugroup spekuliert auf Platz im TecDax

Gute Bewertung des geplanten Börsengangs des Softwareherstellers Compugroup: Die Koblenzer würden den Sprung in den TecDax auf Anhieb schaffen. Darüber hinaus plant der Konzern weitere Zukäufe, um sein Angebot zu komplettieren.

lee FRANKFURT. Der auf Arzt- und Kliniksoftware spezialisierte Börsenaspirant Compugroup aus Koblenz macht sich Hoffnungen auf einen Platz im TecDax. Wie aus dem Emissionsprospekt hervorgeht, würde eine erfolgreiche Platzierung das Unternehmen mit bis zu 1,2 Mrd. Euro bewerten. Damit würde es zu den zehn größten Titeln im Technologie-Index der Deutschen Börse zählen.

„Da es in Deutschland niemanden mit einem vergleichbaren Geschäftsmodell gibt, orientieren wir uns bei der Bewertung an der US-Firma Allscripts“, sagte Compugroup-Gründer und Vorstandschef Frank Gotthardt gestern in Frankfurt. Der US-Wettbewerber wird an der Technologiebörse Nasdaq auf Basis der Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs mit dem 124-fachen Nettogewinn oder dem 6,5-fachen Jahresumsatz bewertet. Bei einer vergleichbaren Bewertung würde die Marktkapitalisierung der Compugroup zwischen 900 und 1,4 Mrd. Euro liegen.

Unter Federführung der Deutschen Bank und Lehman Brothers sollen davon in den kommenden Wochen 16,5 Mill. Aktien platziert werden. Das entspricht einem Streubesitzanteil von 33 Prozent. Als Tag der Erstnotiz im Prime Standard ist der 4. Mai vorgesehen. Mehr als die Hälfte der Papiere stammen aus dem Besitz der Altaktionäre, darunter dem Finanzinvestor General Atlantic Partners und der Familie Gotthardt, die beide vorerst Großaktionäre bleiben.

Der Erlös von bis zu 175 Mill. Euro aus dem Verkauf von bis zu 7,3 Mill. neuer Aktien soll nach Unternehmensangaben vor allem in die Übernahme von Wettbewerbern fließen. „Vor allem Osteuropa, zunehmend aber auch Großbritannien sind interessante Märkte für uns“, sagte Gotthardt.

Auf dem Markt für Praxissoftware gehört die Compugroup in Europa zu den führenden Anbietern. Um auch Angebote für die integrierte Versorgung bieten zu können, übernahm das Unternehmen zuletzt mehrere Hersteller von Kliniksoftware.

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