Zwischenbilanz nach einem Monat
Gespaltenes Echo nach MIFA-Börsengang

„Das Wichtigste war, dass es überhaupt geklappt hat“, sagte ein Analyst am Freitag in Frankfurt mit Blick auf den ersten gelungenen Börsengang seit eineinhalb Jahren. Der erste Monat des Fahrradherstellers MIFA (Sangerhausen) an der Frankfurter Börse ist von Finanzmarktexperten unterschiedlich bewertet worden.

HB SANGERHAUSEN/FRANKFURT/MAIN. Angesichts des mittlerweile unter den Ausgabepreis gesunkenen Kurses sagte ein Aktienhändler jedoch: „Wenn das Papier danach unter den Ausgabekurs fällt, ist der Börsengang nicht geglückt, so einfach ist das.“

Die Mitteldeutschen Fahrradwerke MIFA - nach eigenen Angaben führende Fahrradhersteller in Deutschland - hatte am 17. Mai Premiere an der Börse gefeiert. Insgesamt wurden 1,5 Mill. Aktien für je 9,25 € angeboten. Nach dem Start bei 9,40 € war der Kurs in den folgenden Tagen bis auf 9,92 € gestiegen. Am Freitagmittag war die Aktie nur noch 8,98 € wert.

Das Unternehmen selbst konnte sich zu der Entwicklung nicht äußern. Grund sind Vorschriften, wonach dies ein Börsenneuling erst nach zwei Monaten darf. Bei der Vorstellung des Börsenganges hatte MIFA-Vorstand Peter Wicht gesagt, dass der Umsatz im laufenden Jahr auf mehr als 70 Mill. € steigen könnte (2003: 63,3 Mill. €). Für das kommende Jahr strebe das Unternehmen eine Verdoppelung des Umsatzes an. MIFA produzierte nach eigenen Angaben 2003 rund 535 000 Fahrräder. Das sachsen-anhaltische Unternehmen beschäftigte 422 Mitarbeiter.

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