Anleger-Akademie
Investieren wie Warren Buffett

Wer an der Börse Geld verdienen will, braucht eine Strategie. Nur welche? Wie wäre es mit der Methode von Milliardär Warren Buffett, einem klassischen Value-Investor. Er investiert in Unternehmen, die weniger kosten als sie wert sind. Das Gute an dieser Methode: Sie ist keine Geheimwissenschaft – jeder Privatanleger kann von ihr profitieren.
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FRANKFURT. Reich wird, wer in Unternehmen investiert, die weniger kosten, als sie wert sind. So einfach kann die Börse sein. Jedenfalls wenn man Warren Buffett heißt. Der weltbekannte US-Investor ist dieser einfachen Strategie sein Leben lang treu geblieben und damit zum Milliardär geworden. Er ist ein klassischer Value-Investor, immer auf der Suche nach Unternehmen, deren wahren Wert noch keiner erkannt hat.

Ein Value-Investor denkt weit voraus, manchmal auch um die Ecke. Er interessiert sich für Aktien, die nicht im Trend liegen und von Analysten verschmäht werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Anteilsscheine der großen US-Eisenbahnlinien. Union Pacific, Norfolk Southern oder Burlington Northern Santa Fe. Lange Zeit standen sie auf dem Abstellgleis.

Die Anleger begeisterten sich für die großen Modethemen wie etwa Tech-Aktien. Dabei konnten sich die Erträge der guten alten Eisenbahngesellschaften durchaus sehen lassen. Im Vergleich zu Lastwagen und Frachtflugzeug ist der Gütertransport auf Schienen geradezu spottbillig. Auf den langen Strecken durch Nordamerika zahlt sich das aus. Warren Buffett hat die Vorzüge frühzeitig erkannt. Er steckte Milliarden in Eisenbahnaktien; in der Folgezeit zogen die Aktienkurse kräftig an.

Um unterbewertete Aktien zu finden, schaut ein Value-Investor nicht in erster Linie auf Gewinn- oder Umsatzzahlen, sondern auf den Buchwert eines Unternehmens. Der Buchwert entspricht in etwa dem Eigenkapital eines Unternehmens. Dieser Wert lässt sich - anders als die diversen Gewinnkennziffern - in der Bilanz nur schwer frisieren. Der Value-Investor geht davon aus, dass seine Methode zur Unternehmensbewertung die ehrlichere ist.

Der Buchwert allein macht ihn allerdings noch nicht selig. In einem zweiten Schritt kommt es darauf an, den Buchwert in Relation zum Börsenwert einer Firma zu setzen. Die entscheidende Kennzahl dazu ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis, kurz KBV. Vereinfacht gesagt gilt: Liegt der Börsenwert unter dem Buchwert, greift der Value-Investor zu. Das Unternehmen ist dann aus seiner Sicht unterbewertet. Je niedriger das KBV desto besser.

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  • hallo, ich finde das KbV als zusätzliche enscheidungshilfe fürs investieren sehr interessant, leider suche ich im internet vergeblich nach quellen, die permanent aktuelle KbVs für deutsche Aktien veröffentlichen. können sie mir diesbezüglich eine gute seite nennen?

    vielen dank!

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