Anleger-Akademie: Wall Street rätselt über Bernanke
Wie Sie den Dow-Jones-Index schlagen

Der älteste und bekannteste Aktienindex der Welt, der Dow Jones Industrial Average, liegt heute kaum höher als vor sieben Jahren.

DÜSSELDORF. Die dort abgebildeten 30 wichtigsten Standardwerte der USA blieben in der weltweiten Aktienrally der vergangenen drei Jahre deutlich zurück. Auch jetzt sind die enthaltenen Titel noch teurer als große europäische Titel, ebenso wie die meisten übrigen US-Aktien. Dennoch sind sich Anlageexperten einig: An der Wall Street kommt kein Aktieninvestor vorbei. Denn der US-Markt ist mit Abstand der größte Kapitalmarkt der Welt.

"An den US-Börsen gibt es Tausende von Titeln", sagt Fondsmanager Cormac Weldon von der britischen Fondsgesellschaft Threadneedle. "Wenn Sie besser abschneiden wollen als der breite Markt, finden Sie hier jede Menge Chancen." Und das oft unabhängig vom breiteren Börsenumfeld. Weldon sucht Unternehmen, die wachsen, auch wenn die gesamte Wirtschaft sich abschwächt. Er ist überzeugt, dass er am US-Markt immer fündig wird.

Auch Markus Kaiser, der als Dachfondsmanager des "A2A Chance" von Veritas den MSCI-Weltindex zuletzt deutlich geschlagen hat, verzichtet nicht auf die USA: "Wir sind dort immer investiert, auch wenn wir den Markt derzeit untergewichtet haben." Das sei notwendig, um die Risiken eines internationalen Aktienportfolios angemessen zu streuen. Murdo Murchison, Manager des 23 Mrd. Dollar schweren und 51 Jahre alten globalen Templeton Growth Fonds, hat US-Titel bereits wieder aufgestockt, nachdem er bis vor einigen Monaten seinen Schwerpunkt auf anderen Märkten hatte (siehe "Blue Chips sind günstig...").

Wer mit Hilfe eines Indexzertifikats auf preisgünstige Weise an den Weltbörsen teilhaben will, handelt sich ohnehin schnell eine Wette auf den US-Markt ein. Die bekannteste Messlatte für internationale Aktien und Grundlage vieler Indexfonds, der MSCI-World-Index, setzt sich zu gut 50 Prozent aus US-Aktien zusammen. Angesichts des Volumens und der Breite des amerikanischen Aktienmarktes erstaunt es nicht, dass die gesamte Börsenwelt auf die Wall Street blickt. Haben die Indizes dort am Abend ins Minus gedreht, startet der deutsche Standardwerteindex Dax am nächsten Tag in der Regel ebenfalls mit Verlusten. Eröffnet der Handel in New York dann am Nachmittag im Plus, folgt ihm der Dax zumeist nach oben. Ähnlich läuft es in Tokio, London oder Paris. Die Händler dort blicken vor allem auf die Konjunkturdaten in den USA, mehr noch als auf die Daten aus der Heimat. So vermeiden sie, dass sie mit ihren Deals auf dem falschen Fuß erwischt werden.

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