Anleger-Akademie: Wie kriege ich meine Finanzen in den Griff?

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Wie kriege ich meine Finanzen in den Griff?

Hier eine Rechnung, da die Kreditkarte gezückt, Daueraufträge, Abbuchungen: Es ist nicht leicht, den Überblick über Ausgaben und Einnahmen zu behalten - und zu sparen. Da hilft nur Planung.

FrankfurtDie Sprünge sind gewaltig und dennoch realistisch: 812 Euro hat ein Student an durchschnittlichem Einkommen pro Monat zur Verfügung. Das hat das Deutsche Studentenwerk errechnet. Zehn Jahre später ist das Studium beendet und der Einstieg in den Job gelungen, eine große und gut geschnittene Wohnung gemietet - und ein Cabriolet, wenn auch nur gebraucht, steht vor der Tür. Und weitere zehn Jahre später sind Frau und Kinder sowie ein beruflicher Aufstieg hinzugekommen; allein 4000 Euro gehen jetzt für den monatlichen Konsum samt Urlaub und Golfclub drauf, Miete und Versicherungen schon vorher abgezogen.

"Ein Beispiel aus der Praxis", nennt dies Arndt Stiegeler, Vorstand des Financial Planning Standard Board Deutschlands (FPSB). Der eingetragene Verein kümmert sich seit 14 Jahren um die Fortbildung und Zertifizierung von Finanzberatern. Fälle wie diesen erleben die Berater mit dieser Qualifikation, von denen es mittlerweile mehr als 1350 bei Banken und Sparkassen, aber auch als freie Finanzmakler oder Honorarberater gibt, täglich.

Überall steigt mit dem Lebensalter auch das Einkommen. Und in gleichem Umfang, oft sogar noch stärker nehmen die Ausgaben zu, was viele oft anfangs gar nicht merken. Zwei bis drei Kreditkarten sorgen für eine gewisse Unübersichtlichkeit bei den Ausgaben, Urlaube und Städtereisen mit hohem Shoppinganteil gönnt man sich, hinzu kommen die Privatschulen für die Kinder, Golf-, Reit- und Tennisclub.

Mit einem Musterbeispiel - wir nennen die Familie die Mustermanns - sollen heute und in fünf weiteren Folgen die wesentlichen Schritte einer Finanzplanung erklärt werden, wie sie ein Profi vornimmt.

Den Anfang macht die Bestandsaufnahme, die sogenannte Liquiditäts- und Investitionsplanung: Wie hoch sind die gesamten Einnahmen eines Jahres, wie hoch die Ausgaben? Allein diese Frage zu klären, ist oft eine Angelegenheit von mehreren Sitzungen.

Ist das aber geklärt, dann sollte am Ende des Jahres ein Überschuss an Liquidität stehen, es sollte damit Vermögen aufgebaut werden. "Wer das nicht schafft, der muss schlicht weniger konsumieren", sagt Finanzberater Stiegeler. Für Kunden ist das oft eine schmerzhafte Mitteilung, oft hilft es aber schon, einmal weniger im Jahr in Urlaub zu fahren.

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