Anlegerakademie: Rendite mit Raps & Co.
Biokraft für das Depot

Gefördert von der Politik, gesichert durch das absehbare Ende des Ölzeitalters: Die Bioenergiebranche verspricht gigantisches Potenzial. Nicht nur in der Industrie, sondern auch im Depot.

FRANKFURT. Die technologische Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Bioenergie verdeutlicht, wie sehr die Anlagechancen in dieser noch sehr jungen Branche gestiegen sind: Als Farmatic Biotech Energy im Jahr 2001 an den Neuen Markt ging, hatte das schleswig-holsteinische Biogas-Unternehmen gerade mal eine Anlage gebaut. Und die hatte jede Menge Kinderkrankheiten. Kurz darauf war Farmatic pleite, die einst zu 17 Euro ausgegebene Aktie gibt es heute für 12 Cent.

Als Schmack Biogas im vergangenen Jahr an die Börse ging, hatte das Unternehmen bereits 145 Anlagen installiert, heute sind es 171. Und alle laufen. Die im Mai letzten Jahres ausgegebene Aktie hat inzwischen rund 100 Prozent an Wert gewonnen. Neuester Kurstreiber: Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie des Instituts für Energetik und Umwelt in Leipzig, der zufolge sich bis zum Jahr 2020 der gesamte europäische Erdgasverbrauch durch Biogas abdecken lässt.

Schmack Biogas ist jedoch lediglich eines der Synonyme für den Erfolg, den etliche Unternehmen aus dem Bereich Bioenergie gerade im vergangenen Jahr gezeigt und ihren Aktionären auf diese Weise satte Renditen beschert haben.

Keine Frage: Der Bioenergie – also der Herstellung von Gas, Benzin oder Diesel aus Biomasse – sagen Experten eine große Zukunft voraus. Und damit auch den daraus resultierenden Anlagemöglichkeiten. „Im Vergleich zu ihrer möglichen Marktdurchdringung sind die meisten erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien noch kaum am Markt präsent“, sagt Laura Würtenberger von der Schweizer Großbank UBS.

Gründe, dass sich das ändert, gibt es viele – etwa die absehbare Endlichkeit bei konventionellem Öl und Gas und die damit zu erwartenden Preissteigerungen. Im Gegenzug dazu eröffnen sich Chancen, die heimische Industrie und Landwirtschaft zu stärken und eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze zu schaffen. Für einen Schub dürfte zudem die Nachfrage der Schwellenländer sorgen, die mit diesen Energien der ausufernden Luftverschmutzung entgegentreten wollen. Beispielsweise sollen bereits bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking alle Busse Biodiesel tanken. Kurzum: Das Potenzial ist gigantisch.

Zumal die Politik einiges dafür tut, dass sich Bioenergie am Markt etabliert. Seit diesem Jahr gibt es in Deutschland die Beimischungspflicht von Bioethanol und -diesel in den herkömmlichen Sprit an der Tankstelle. Schrittweise soll der Anteil bis 2010 von 1,2 auf 5,75 Prozent steigen. Dass damit das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht ist, lässt sich bereits erahnen. US-Präsident George W. Bush hat sich erst kürzlich den regenerativen Energien zugewandt und für die USA die Beimischung von 15 Prozent Biosprit bis ins Jahr 2017 angekündigt.

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