Anleihen
Zinsängste beherrschen die Anleihemärkte

Die Perspektive auf weitere Zinserhöhungen der Notenbanken bei gleichzeitig guter Nachfrage nach lang laufenden Staatspapieren bringt Zinsen und Renditen auf unterschiedliche Kurse.

HB FRANKFURT. Während die kurzfristigen Sätze steigen, rutschen die langfristigen Renditen weiter nach unten. In den USA ist die Zinsstrukturkurve wieder deutlich „invers“: Zweijährige Papiere werfen mit fünf Prozent mehr ab als die bei 4,98 Prozent rangierenden zehnjährigen Staatsanleihen. Davon ist der Euroraum weit entfernt. Hier liegen die Effektivverzinsungen für zwei- und zehnjährige Bundestitel bei 3,34 bzw. 3,93 Prozent.

In der vergangenen Woche zogen die Zentralbanken in der Eurozone, in Indien, Südkorea, Südafrika, Thailand und Türkei die Zügel an. Die US-Notenbank dürfte laut Ökonomen einen entsprechenden Schritt noch im Juni machen. Getrieben werden die wachsenden Erwartungen für weitere Leitzinserhöhungen von zunehmenden Inflationssorgen. Hier werden die anstehenden Konjunkturdaten Aufschluss geben. Morgen werden deutsche und britische Verbraucherpreise sowie US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Am Mittwoch folgen in USA Verbraucherpreise und der Konjunkturbericht („Beige Book“), am folgenden Tag die Industrieproduktion und Arbeitsmarktdaten.

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