Bundesregierung plant Reits-Einführung
Studie plädiert für nicht notierte Reits

Eine vom Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen (BFW) in Auftrag gegebene Studie plädiert dafür, nicht börsennotierte Reits (Real Estate Investment Trusts) zuzulassen, diese aber der Börsenaufsicht zu unterstellen. Der BFW vertritt private Immobilienbesitzer.

rrl DÜSSELDORF. Die Bundesregierung plant, im Jahr 2007 von der Gewerbe- und Körperschaftssteuer befreite Immobilienaktiengesellschaften, so genannte Reits, einführen. Diese müssen ihre vom Anleger zu versteuernden Gewinne zu 90 Prozent ausschütten. Ob Reits an der Börse gehandelt werden müssen, ist noch nicht entschieden. Die Versicherungswirtschaft, eine der großen potenziellen Investorengruppen, plädiert für nicht notierte Reits, weil deren Anteilswerte weniger schwanken als die notierter Gesellschaften. Die von Banken getragene Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) befürwortet die börsennotierte Variante. Die Banken verdienen an Neuemissionen.

Die von Vertretern der Bauhaus-Universität in Weimar und der European Business School erstellte Studie schlägt vor, nicht notierte Gesellschaften mit den gleichen regulatorischen Anforderungen – etwa Veröffentlichungspflichten – wie notierte Gesellschaften zu belegen. Vorbild sind die nicht gelisteten „Publicity Registered Non-Exchange Traded Reits“ in den USA, die – im Unterschied zu den so genannten „Private Reits“ – von der Börsenaufsicht SEC überwacht werden. Der nicht gelistete Reit soll außerdem den Zeitpunkt des späteren Börsengangs frei wählen. Ein IFD-Vorschlag sieht den Börsengang binnen fünf Jahren vor. Ein fixer Termin wird in dem Gutachten wegen der Gefahr, während einer Börsenbaisse Aktien emittieren zu müssen, abgelehnt.

Die Wahlfreiheit zwischen Notierung und Notierungsverzicht wird als „Wettbewerbsvorteil“ für den deutschen Kapitalmarkt gegenüber dem geplanten britischen Reit-Modell und der französischen Variante bezeichnet, die nur die Notierung vorsehen. Ohne den Notierungsverzicht hätten mittelständische Unternehmen keine Chance, einen Reit zu gründen. Als Mindest-Neuemissionsvolumen nennt die Studie 300 Mill. Euro.

Die Studie greift auch die Idee auf, geschlossene Immobilienfonds in – in diesem Fall nicht notierte – Reits zu überführen. Ein Zusammenschluss mehrerer Fonds könne sich so den Anforderungen des Kapitalmarktes nähern. Frank Schaich, Vorstand der auf die Fonds-Sanierung spezialisierten IC Immobilien Holding AG, begrüßt diese Alternative zu den am Markt befindlichen Zweitmarkt-Fonds auf KG-Basis, gibt aber zu bedenken, dass es schwer werde, alle Anleger eines Fonds zum Wechsel in einen Reit zu bewegen. Eric Romba, Hauptgeschäftsführer VGF Verband Geschlossene Fonds, sieht einerseits eine weitere Ausstiegschance für Anleger, andererseits aber Zweitmarkt-KGs wegen niedrigerer Kosten im Vorteil.

Vergleichsrechner

Nutzen Sie hier unseren kostenlosen und unabhängigen Service: Wer bietet Ihnen aktuell die besten Zinsen und Konditonen?

   

Ratenkreditvergleich

   

Festgeldrechner

   

Tagesgeldrechner

   

Girorechner

   

Sparbriefrechner

   

Hypothekenrechner


Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%