Einmal um die Welt
Südafrika: Traumreise mit Wegelagerern

In Schwellenländern wie Südafrika gehört Kriminalität zum Alltag. Immer öfter ist es zuletzt passiert, dass Besucher aus Übersee gleich nach ihrer Ankunft abgefangen und beraubt wurden. Trotz der Kriminalität hat das Land am Kap der Guten Hoffnung aber nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Denn wer sich richtig schützt, kann hier in großartiger Kulisse günstig seinen Urlaub verbringen.

KAPSTADT. Es war noch dunkel, als das Taxi mit den beiden deutschen Architekten vor ihrer Kapstädter Wohnung eintraf. Eine Stunde vorher waren sie mit dem Nachtflug aus Frankfurt gekommen. Als die beiden ihr Gepäck aus dem Taxi zogen, traten plötzlich zwei Gestalten mit Pistolen aus dem Dunkel, griffen sich Laptops und Hausschlüssel – und verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Mit solchen Szenen müssen Afrikareisende rechnen. Doch es locken eine grandiose Landschaft und derzeit äußerst günstige Wechselkurse. Und Touristen können sich häufig auch schützen.

Immer öfter ist es zuletzt passiert, dass Besucher aus Übersee gleich nach ihrer Ankunft in Südafrika vor ihrem Haus oder Hotel abgefangen und beraubt wurden. Angeblich gibt es keine konkreten Hinweise auf eine direkte Komplizenschaft zwischen Mitarbeitern der Zollbehörde und organisierten Gangs. Doch die Verwaltungen haben dennoch reagiert: Touristen müssen bei der Einreise nicht mehr wie früher die Adresse ihrer Unterkunft oder den eingeführten Devisenbetrag deklarieren.

Trotz der Kriminalität ist die Anziehungskraft, die Afrika und vor allem Südafrika auf Deutsche ausüben, nach wie vor ungebrochen. Etwa 30 000 Bundesbürger, schätzt das deutsche Generalkonsulat, leben inzwischen dauerhaft am Kap. Hinzu kommen bis zu 100 000 Deutsche, die sich hier zeitweise aufhalten und Hunderttausende Touristen und Geschäftsreisende.

Zugute kommt den Gästen aus dem Ausland, dass die Randwährung nach ihrer starken Aufwertung im Zuge des Rohstoffbooms ab 2002 in den letzten beiden Jahren massiv an Wert zum Euro verloren hat – seit Mai 2006 rund 70 Prozent. Denn seit Beginn der Finanzmarktkrise scheuen viele Investoren das Risiko und reduzieren ihre Positionen in politisch unsicheren Schwellenländern wie Südafrika. Zudem ist das Leistungsbilanzdefizit der Kaprepublik auf über neun Prozent gestiegen – den höchsten Stand seit 26 Jahren.

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