Fünf Fragen an: Hans-Jörg Müllenmeister
„Die schwarzen Löcher für das dicke Geld“

Was unterscheidet Diamanten von anderen Rohstoffen?

Ihre Einzigartigkeit. Ein homogener Rohstoff wie das Gold ist ohne Wertverlust beliebig teilbar. Das ist beim Diamanten unmöglich. Als Individuum ist der Diamant der härteste Rohstoff auf der Welt, der die größte Wertverdichtung auf kleinstem Raum darstellt.

Diamanten gelten als härteste Substanz der Welt; in der Werbung heißt es sogar „härteste Währung“.

Alle Währungen sind über die Zeit reine Weicheier, die zum inneren Wert Null verkommen, ein hochwertiger Diamant aufgrund seiner Seltenheit aber nicht. Wegen seiner physischen Härte aber lässt sich Diamant nur mit sich selbst schleifen, und nur deshalb, weil die Härte der Schleifkörner von der Richtung abhängig sind. Man spricht von Härteansiotropie.

Es wird gern über die Anlage in Diamanten insgesamt gesprochen. Lohnt denn bereits die Investition in Rohdiamanten?

Hände weg von Rohdiamanten. Dazu haben nur Spezialisten Zugang. Selbst ein Investment in geschliffener Ware ist problematisch. Der Anleger kann kaum am Anfang der „Pipe“ einsteigen, also direkt an der Mine, sondern erst im Einzelhandel. Dazwischen liegen fette Preisspannen. Im Allgemeinen fehlt dem Investor die fachliche Kompetenz, um die Qualität eines Rohdiamanten, also den Wert zu beurteilen. Es gibt dabei allein 2 400 Graduierungsunterschiede.

Ist die Anlage überhaupt für private Anleger geeignet?

Der Charme eines hochqualitativen Diamanten als reinrassige Anlage liegt in seiner Anonymität, Wertkonzentration und in seiner Mobilität. Ein naturfarbener blauer Diamant von zehn Karat (zwei Gramm) kann leicht mehrere Millionen Euro kosten. Ein Goldäquivalent würde einen LKW füllen. Diamanten sind die Geldbomben im Anlagenkosmos, die schwarzen Löcher für das dicke Geld schlechthin.

Was sollten Anleger beachten?

Es gibt nur eine Faustregel: Vorsicht, und den Rat eines integeren Experten einholen.

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