Geldanlagen
Sparen ist schwere Arbeit

Zur Geldanlage haben die Deutschen ein gespaltenes Verhältnis. Immerhin scheint der Mehrheit klar zu sein, dass Vorsorge auch in Gelddingen sinnvoll ist: Unter 10 000 befragten Deutschen gaben die meisten an, zu wissen, dass sie finanziell stärker vorsorgen müssen.

FRANKFURT. Die Deutschen geben sich einerseits risikoscheu und beschäftigen sich offenbar ungern mit den Thema. Andererseits bricht mitunter die Gier durch, wie zu Zeiten des Börsen- und Internetbooms rund um die Jahrtausendwende. Damals spekulierte viele börsenunerfahrene Privatanleger wie wild mit riskanten Neue-Markt-Unternehmen und kleinen exotischen Aktien – um damit dann spektakulär abzustürzen.

„Generell ist die Geldanlage für die Deutschen so attraktiv wie ein Zahnarztbesuch“, resümiert Hans Joachim Reinke, Vorstand der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment. Seine Aussage basiert auf dem Ergebnis einer Studie, nach der knapp die Hälfte der Deutschen das Thema Geld für ein notwendiges Übel hält. „Es ist unangenehm, aber notwendig“, so sein Fazit.

Immerhin scheint der Mehrheit klar zu sein, dass Vorsorge auch in Gelddingen sinnvoll ist: Unter den 10 000 befragten Deutschen gaben die meisten an, zu wissen, dass sie finanziell stärker vorsorgen müssen. Naheliegend sind dabei Rücklagen für Notfälle, notwendige Anschaffungen und größere Konsumwünsche wie ein teurer Urlaub. Die Daumenregel lautet dafür: Wer das Dreifache seines Netto-Gehaltes als Reserve hält, ist in der Regel gut gepolstert für die üblichen Unwägbarkeiten des Lebens wie eine kaputte Waschmaschine, ein schwerer Unfall oder eine ungeplante Phase der Beschäftigungslosigkeit zwischen zwei Jobs.

Dazu kommen längerfristige Vermögensziele, die wegen des zunehmenden Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Sozialversicherung immer wichtiger werden. Private Vorsorge für das Alter, aber auch ein effektiver Versicherungsschutz wie etwa gegen Berufsunfähigkeit müssen elementare Ziele des Sparens sein.

Wer seine Geldanlage optimieren möchte, sollte systematisch vorgehen. Nur lassen sich Fehler, die Sparer in der Vergangenheit gemacht haben, vermeiden und man verhindert Geld zu verschenken (siehe „Unkritisch und schlecht vorbereitet“). Dazu durchforstet man zunächst sein Vermögen und stellt die Ist-Situation fest. Neben dem Depot zählen dazu Bankkonten, (Lebens)Versicherungen, Bausparverträge, Immobilien und andere Beteiligungen. Anschließend sollte man sich Gedanken machen über seine Ziele sowie das persönliche Risikoempfinden.

Letzteres klingt zunächst einfach, aber in der konkreten Praxis erweist sich das nicht selten als knifflige Aufgabe. Doch es gibt professionelle Hilfe: Unabhängige Finanzberater und Vermögensverwalter. Ein guter Berater konzentriert sich dabei im ersten Gespräch auf die wesentliche Dinge statt planlos alle möglichen Informationen seines neuen Kunden abzufragen. „Der Schwerpunkt der Beratung liegt auf der Risikoseite“, sagt Ferdinand Haas, Vorstand der BCA, der größte Vereinigung unabhängiger Finanzvermittler in Deutschland. Dazu muss der Berater herausfinden, bei welchem möglichen Verlust im Depot der Anleger noch ruhig schlafen kann.

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