Geschlossene Fonds
Gefährliches Spielzeug für Spezialisten

Auf der Suche nach Rendite stecken viele Anleger ihr Geld in Immobilien, Schiffe oder Leasingfonds. Doch das Risiko solcher Investitionen ist oft hoch. Entsprechend gut sollten die Anleger informiert sein.
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FrankfurtDie „Königsdisziplin“ nennen es die einen, ein „Buch mit sieben Siegeln“ die anderen. Klar ist lediglich eines: Geschlossene Beteiligungen wie Immobilien-, Leasing- und Schiffsfonds oder Unternehmensanteile sind nur etwas für diejenigen, die überdurchschnittlich verdienen. Unsere Familie Mustermann, die unserer Anleger-Akademie durch die vergangenen Wochen als Beispiel gedient hat, gehört dazu.

Zusammen mit dem Financial Planning Standard Board (FPSB), das sich seit seiner Gründung vor 14 Jahren um die Fortbildung und Zertifizierung von Finanzberatern kümmert, wurde dieser Fall einer überdurchschnittlich gut verdienenden Familie konstruiert.

Zur Erinnerung: Herr Mustermann kommt als Bereichsvorstand einer mittelständischen Aktiengesellschaft in Baden-Württemberg auf ein Jahreseinkommen von 175.000 Euro. Seine Frau ist Lehrerin mit einer halben Stelle. Zusammen mit den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung haben sie im Jahr knapp 230.000 Euro. In geschlossene Immobilienfonds und Schiffsbeteiligungen hat das Ehepaar insgesamt 500.000 Euro investiert. Insgesamt hat das Ehepaar 1,6 Millionen Euro angelegt.

„Voraussetzung dafür, dass jemand überhaupt in diesem Bereich investiert, ist, dass er bereits Aktien, Anleihen, eine Altersvorsorge, Festgelder und ein eigenes Haus hat“, sagt Michael Drisch vom Finanzdienstleister ZSH in Heidelberg. Ein eigenes Haus haben die Mustermanns zwar noch nicht, wollen aber bald eines kaufen. Ansonsten erfüllen sie alle Voraussetzungen, die sie zu potenziellen Kandidaten für diese komplexen Produkte macht.

Allerdings haben die Mustermanns ein Problem, das viele andere auch haben, die vor der Finanzkrise bereits in geschlossene Beteiligungen investiert haben. Sie haben Anteile an zwei Schiffen, deren Wertentwicklung in den vergangenen Jahren negativ war. Das Ehepaar hat die schmerzhafte Erfahrung gemacht, dass geschlossene Beteiligungen oftmals optimistische Planzahlen präsentieren, sie aber in Krisenzeiten letztlich auch keine Garantie gegen Verluste bieten.

Beim Finanzdienstleister ZSH teilt man geschlossene Beteiligungen in drei Gruppen ein. Zur ersten gehören unter anderem geschlossene Immobilienfonds. „Drei Kriterien sollten dort zusammenkommen: seriöser Mieter, ein langfristiger Mietvertrag und beste Lage“, lautet das Urteil des Finanzexperten Drisch. Auch der Zweitmarkt für gebrauchte Schiffsanteile gehört in diese Kategorie. Ein Investment lohnt sich aber nur dann, wenn der Schiffswert auch höher ist als das Darlehen, das noch für das jeweilige Schiff läuft.

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  • Richtig ist dass diese Anlagen nur etwas für Leute ist, die schon alles andere haben. Denn sichere "Gewinne" machen nur die Initiatoren dieser Anlageformen, da hohe Provisionen und Kosten deren Erträge nachhaltig sichern. Wenn der Anleger nach Jahren merkt, dass die Prognosen nicht stimmen, fällt das nicht mehr so auf, da er ja noch andere sichere Anlagen hat. Er hat , so glaubt er, zumindest seine Chancen genutzt. Das glaubt der Spieler im Spielcasino übrigens auch......

  • Wer einen Artikel über geschlossene Fonds schreibt, ohne die exorbitanten Kosten zu erwähnen, die dem Anleger aufgehalst werden, der disqualifiziert sich selbst.

  • Ja klar, ganz viele spannende Investitionsthemen. Und immer mal wieder schön umschichten, damit es reichlich hübsche Provisionen gibt, nicht wahr?

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