Große Auswahl
Die wichtigsten Sparprodukte für das Alter

Verschiedene Wege führen zu einem zusätzlichen Einkommen im Alter, von betrieblicher Vorsorge über die Riester-Rente bis zum freien Sparen. Ein Überblick.
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Verschiedene Wege führen zu einem zusätzlichen Einkommen im Alter. Die wichtigsten Möglichkeiten werden in den nächsten Wochen in der sechsteiligen Anlegerakademie vorgestellt. Hier ein Überblick:

Betriebliche Vorsorge

Seit 2002 hat jeder abhängig Beschäftigte in Deutschland Anspruch auf Entgeltumwandlung, darf also Teile seines Brutto-Gehaltes in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Bis zu einer bestimmten Grenze sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Arbeitgeber, der auch Beiträge einzahlen kann, entscheidet über die Art der betrieblichen Altersvorsorge. Es gibt fünf sogenannte Durchführungswege. Die meisten Firmen sagen ihren Mitarbeitern über die Direktzusage Betriebsrenten zu. Außerdem gibt es vor allem versicherungsförmige Angebote, die Direktversicherung, Pensions-, Unterstützungskassen sowie den Pensionsfonds.

Riester-Rente

Der Staat fördert abhängig Beschäftigte, Beamte, Hausfrauen und Arbeitslose über Zulagen und Steuervorteile bei der Altersvorsorge. Bis zu 2100 Euro im Jahr können sie in eine Riester-Versicherung, -Fondssparplan, -Banksparplan oder-Bausparvertrag einzahlen oder sie können einen Wohnungskredit abschließen. Ab dem Alter von 60 Jahren kann die Auszahlungsphase beginnen. 14 Millionen Menschen haben bereits einen Vertrag unterschrieben.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, bietet einen hohen Steuervorteil, zwingt den Vertragsinhaber aber in ein starres Korsett von Bedingungen. Bis zu 20 000 Euro im Jahr kann man aus dem Brutto-Einkommen einzahlen. Dafür bindet man sich aber ein Leben lang: Der Versicherte zahlt bis zum Rentenbeginn in den Vertrag ein und bekommt dafür - frühestens mit 60 Jahren - eine Rente ausgezahlt. Eine Kündigung ist nicht möglich. Rürup-Verträge sind zudem nicht beleihbar, nicht veräußerbar und grundsätzlich nicht vererbbar. Daher wird diese Zusatz-Rente bisher relativ wenig genutzt, es gibt gut eine Million Verträge.

Lebens-/Rentenversicherung

Statistisch hat jeder Deutsche eine Lebensversicherung. Mit einer Police bekommt der Inhaber planbare Verhältnisse: Er zahlt eine festen Beitrag, die Versicherung garantiert im Gegenzug einen Mindestzins von derzeit 2,25 Prozent auf den sogenannten Sparanteil - das sind oft nur rund 75 Prozent des Beitrags - sowie eine feste Rente oder Kapitalauszahlung am Ende der Laufzeit. Lang laufende Verträge haben Steuervorteile. Wer den Vertrag kündigt, verliert Geld.

Freies Sparen

Jeder kann frei Geld anlegen, Produkte wechseln und Sparraten verändern. Auf Kapitalerträge zahlt man Abgeltungsteuer. Um ein Vermögen aufzubauen, muss man diszipliniert Geld zurücklegen. rez

Kommentare zu " Große Auswahl: Die wichtigsten Sparprodukte für das Alter"

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  • Alles papperlappapp:

    Hier meine Tipps
    1. Für kleinere Einkommen und "kleines" Angespartes:
    Gold, gold und noch mal Gold, auch wenn man mit klein anfängt. Der einzige inflationsschutz für später.Vielleicht auch Silber.

    2. Werthaltige Produkte kaufen, z.b gutgehende Antiquitäten oder Liebhaberprodukte; kann man später versilbern wenns eng wird. Kein SCHmuck kaufen, der Materialwert bleibt idR hinterm Einkauswert deutlich zurück, u wg Gold vgl Angaben zu 1.

    3. Für grössere Einkommen: Eigentumswohnung oder Eigentum, damit man später keine Miete zahlen muss. Miete ist einer der Hauptausgabeposten, ferner kann man eventuell weitervermieten und man hat somit ein "einkommen", auch im Alter.

    Man sollte sich keinenfalls nur auf nominalwerte und Papier verlassen; wer weiss denn schon, wie es in Zukunft mit der inflation und dem wahren Wert der Währung aussieht. (das beträfe Aktienbesitz, Lebensversicherung etc.)

    Komisch, dass im Artikel nur eine Produktart als Altersvorsorge angepriesen wird. Riecht nach Schleichwerbung...

  • Leider haben Sie versäumt zu erwähnen, daß die hochgelobte betriebliche Altersversorgung für alle gesetzlich Krankenversicherten mit äußerster Vorsicht zu genießen ist. Warum? beispiel Direktversicherung: Von einer Auszahlung (zu beginn der Rente) in Höhe von z.b. 60.000 EUR müssen bei einem beitragssatz von ca. 16 % insgesamt etwa 10.000 EUR an die Krankenkasse abgeführt werden. Steigerungen des beitragssatzes ist hier noch nicht einmal berücksichtigt! Also Vorsicht vor betrieblichen Altersvorsorgeangeboten. Die Diskriminierung gegenüber anderen Formen ist nicht unerheblich.

  • Tolle Aufzählung.

    ich hoffe es wurde kein Produkt vergessen, dass durch die kommende inflation bzw. Währungsverfall aufgefressen wird.

    Auf jeden Fall ist alles Sytemkonform.

    ich werde mich aber nicht daran beteiligen.

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