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Bafög wird wieder beliebter

Bafög ist für viele Studenten die wichtigste Finanzierungsquelle, wenn es um die Studienfinanzierung geht. Nach der Reform der staatlichen Studentehilfe vor fünf Jahren hat sie an Attraktivität gewonnen. Sie reicht aber nicht aus – die Lücke müssen andere Angebote füllen.

DÜSSELDORF. Das Bafög ist wieder schwer im Kommen. Während gerade in den 90er-Jahren die Zahl der Studenten, die Zahlungen nach dem „Bundesausbildungsförderungsgesetz“ erhalten haben, kontinuierlich gesunken ist, steigt sie seit einigen Jahren wieder kräftig an. Denn in der großen Bafög-Reform vor fünf Jahren hat die Regierung nicht nur die Rückzahlungssumme begrenzt, sondern auch die Anforderungen für die Anerkennung der Förderung entschärft.

Für fast alle Experten ist daher klar: Bafög bleibt bei der Studienfinanzierung erste Wahl. „Günstiger kommen die Studenten nicht an das notwendige Geld“, sagt beispielsweise Josephine Holzhäuser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Rund 1,55 Mrd. Euro haben Bund und Länder nach Angaben des Statistischen Bundesamt im vergangenen Jahr in die Förderung der Studenten investiert. Davon profitierten 345 000 Empfänger, die durchschnittlich 375 Euro im Monat erhielten. „Das Bafög ist und bleibt damit eine der tragenden Säulen in der Studienfinanzierung“, sagt auch Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. Immerhin geben laut der aktuellen Sozialerhebung des Studentenwerks, dem Dachverband der 61 Studentenwerke in Deutschland, fast 70 Prozent der Studenten an, dass sie ohne diese Förderung nicht studieren könnten.

Das Bafög ist für die Studenten besonders attraktiv, da nur die Hälfte der bewilligten Summe als zinsloses Darlehen und der Rest als reine Förderung ausgeschüttet wird. Nach dem Abschluss wird daher nur maximal die Hälfte der gesamten Auszahlung fällig. Dieser Betrag ist zudem noch auf 10 000 Euro beschränkt.

Zurzeit liegt der Höchstsatz bei monatlich 585 Euro – inklusive der Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung. Studenten, die weiterhin bei ihren Eltern wohnen, erhalten rund 90 Euro weniger.

Entscheidend ist der Verdienst der Eltern. Momentan liegt die Einkommensgrenze für ein Ehepaar mit einem Kind bei etwa 20 000 Euro brutto im Jahr, um den Höchstsatz zu erhalten. Verdienen die Eltern bis rund 40 000 Euro jährlich, kommt zumindest noch eine Teilförderung in Betracht.

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