Handelsblatt Anleger-Akademie
Die Alternative der Alternativen

Das Herkömmliche:
Weltweit haben die Anleger das weitaus meiste Geld in Bargeld, Anleihen, Aktien und Immobilien investiert. Zunehmende Risiken zwingen die Investoren zum Umdenken. Sie stecken ihr Geld jetzt auch in andere Anlageformen.

Das Alternative:
Banken und Finanzinstitute haben diesen Bedürfnissen der Anleger entsprochen und für bisher illiquide Anlageklassen neue Investmentvehikel kreiert. Auf diese Weise sind Alternativen zu traditionellen Investments entstanden.

Hedge-Fonds:
Als bedeutendstes Segment des Bereichs Alternativ-Investments gelten Hedge-Fonds, deren Stärke darin liegt, dass sie sowohl auf steigende wie auf sinkende Kurse an den Finanzmärkten setzen und auch bei der Auswahl der Märkte und Instrumente geringeren Beschränkungen unterliegen als traditionelle Investmentfonds.

Private Equity:
Die in diesem Segment aktiven Finanzhäuser gehen überwiegend – aber schon längst nicht mehr ausschließlich – außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen ein.

Gemeinsamkeiten:
Alternativ-Investments weisen eine geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen auf. Sie bieten die Möglichkeit, die Ertrags-Risiko-Relation eines Portefeuilles zu verbessern. Sie weisen zudem meist eine nur eingeschränkte Liquidität auf. Nicht selten gibt es für Alternativ-Investments auch einen nur geringen aufsichtsrechtlichen Regulierungsgrad.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Komplexität: Alternativ-Investments sind für den privaten Anleger nicht zuletzt deshalb recht schwierig zu verstehen, weil es sich oft um strukturierte Finanzprodukte handelt, bei denen traditionelle Strategien zusammengefasst und in neue Finanzinstrumente verpackt werden. Hedge-Fonds und Private-Equity-Unternehmen setzen Strategien nicht selten mit Hilfe von Derivaten und Kredite um.

Illiquidität: Zahlreiche Alternativ-Investments verfügen nur über eine nur eine beschränkte Handelbarkeit. Bei einigen Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds besteht für den Anleger oftmals nur monatlich oder sogar vierteljährlich die Möglichkeit, die erworbenen Anteilen zu verkaufen und Kasse zu machen. Als noch illiquider gelten Alternativ-Investments wie Immobilien, Kunstwerke oder Sammlerstücke.

Intransparenz: Eine der großen Schwächen von Alternativ-Investments liegt in der oftmals fehlenden Transparenz. Wichtig erscheint in diesem Kontext, dass eine der Stärken von Hedge-Fonds im eigenen Know-how zu sehen ist. Daher sind die wenigsten Hedge-Fonds-Manager bereit, die durch ihr eigenes Wissen an den Märkten entdeckten Anlagemöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen.

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