Handelsblatt-Anleger-Akademie
Die wichtigsten Kursbarometer - und Fallstricke

Dow Jones: Der „Dow“ ist der älteste und der bedeutendste Aktienindex der Welt. Gerade wurde er 110 Jahre alt. Enthalten sind die 30 bedeutendsten Werte an der New York Stock Exchange (Nyse), sozusagen das „Who is who“ der US-Wirtschaft.

Dax: Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist erst 18 Jahre alt. Ähnlich wie der Dow enthält er die 30 nationalen Top-Aktien. Schwerster Wert ist der Versorger Eon, gefolgt von Siemens und der Allianz. Ganz hinten notieren Altana und Tui. Neu ist, dass ab Oktober auch ausländische Gesellschaften unter gewissen Voraussetzungen in den Dax aufgenommen werden können.

Nikkei 225: Tokios Leitindex ist deutliche breiter aufgestellt als Dax und Dow, bildet deswegen Japans Wirtschaft auch in wesentlich größerer Breite ab. Viele Aktienprofis bevorzugen ihn deswegen, weil sie so mit einem Blick einen umfassenden Blick auf den dortigen Markt bekommen.

FTSE-100: Auch Großbritanniens Top-Aktienbarometer bietet einen umfassenden Überblick über den dortigen Markt.

Euro Stoxx 50: Der für die Eurozone maßgebliche Index der 50 bedeutendsten Werte wird von Investoren deshalb als Barometer bevorzugt, weil er im Gegensatz zu anderen länderübergreifenden Indizes kein Währungsrisiko aufweist. Derzeit sind dort elf deutsche Unternehmen vertreten.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Volatilität: Mit dem Begriff Volatilität bezeichnen Börsianer die Schwankungsanfälligkeit an den Märkten. Die „Vola“ für den Dax kann der Anleger tagesaktuell auf der Internet-Seite der Deutschen Börse abfragen. Eine niedrige Volatilität bedeutet geringe Schwankungsanfälligkeit und gilt für Anleger als gutes Zeichen. Umgekehrt ist eine hohe Volatilität wie im Moment oft ein Zeichen für Kursrückgänge.

Ölpreis: Kein Rohstoff hat in den letzten Jahren die Aktienmärkte so bewegt wie das „schwarze Gold“. Stieg der Ölpreis, fielen die Kurse und umgekehrt. Zuletzt kehrte an den Börsen allerdings eine gewisse Resistenz gegen den hohen Ölpreis ein. Waren im vergangenen Jahr noch Barrel-Preise (159 Liter) von 60 Dollar Grund für einen Kurssturz, so lösen inzwischen auch Preise über 70 Dollar keine Panik mehr aus.

Inflation: Damit bezeichnen Volkswirte die Entwertung des Geldes, ausgelöst durch Preissteigerungen bei Industrie- und Konsumgütern. Für die Börsen stellt das Thema Inflation derzeit eine große Gefahr dar, da viele Experten ein Aufkeimen für möglich halten. Die Konsequenz: Die Lebenshaltungskosten privater Verbraucher steigen, folglich fehlt ihnen das Geld, das normalerweise für Investments zur Verfügung steht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%