Handelsblatt Anleger-Akademie
Glossar und Fallstricke

Spread: Spanne zwischen Ankaufskurs (Geld) und Verkaufskurs (Brief) eines Zertifikats.

Maximaler Spread: Gibt an, wie groß der Spread im Handel maximal ist, Information darüber liefert der Verkaufsprospekt des Zertifikats.

Skontroführer: (früher: Makler) Im börslichen Parketthandel Bindeglied zwischen Käufer und Verkäufer, im Handel von Zertifikaten oft zwischen Anleger und Emittenten.

Market Making: Permanentes Anbieten von An- und Verkaufskursen eines Zertifikats durch den Emittenten bzw. durch Skontroführer.

Limitorder: Maximaler Kauf-/Verkaufskurs, zu der eine Order abgewickelt werden darf.

Sekundärmarkt: Bezeichnet den Handel mit Zertifikaten nach der Emission. Nicht alle neuen Zertifikate werden nach Emission auch an der Börse gehandelt, manche nur an einer Börse (Frankfurt oder Stuttgart), Aufschluss gibt der Verkaufsprospekt.

Courtage: Börsengebühr des Skontroführers, in Frankfurt und Stuttgart beträgt sie 0,08 Prozent des Ordervolumens. Bei einer Order von 5 000 Euro entspricht das vier Euro.

Handelsüberwachung: Neutrale Marktaufsicht für Preisfeststellungen im börslichen Handel, Börse Frankfurt: 0800/23 020 23; Börse Stuttgart: 0711/ 22 29 85-561

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Handelsstörungen: Kommt es beim Basiswert eines Zertifikats zu heftigen Turbulenzen, reagieren viele Emittenten mit stark ausgeweiteten Differenzen zwischen An- und Verkaufspreisen (Spread) der Zertifikate oder setzen den Handel gar für einige Zeit komplett aus.

Handelszeiten: Vor allem wenig erfahrene Anleger sollten Zertifikate möglichst zu den Börsenhandelszeiten des Basiswerts handeln, zum Beispiel Dax-Zertifikate nur zwischen 9 und 17.30 Uhr. Sonst drohen große Aufgelder und Spreads.

Illiquider Handel: Vor allem bei wenig gehandelten Zertifikaten lohnt ein Blick in den Verkaufsprospekt. Dort steht, wie groß die maximale Differenz zwischen den laufenden An- und Verkaufspreisen des Emittenten ist.

Indikative Kurse: Die Kursstellungen von Zertifikaten an der Börse sind nicht immer verbindlich. Der An- und Verkaufskurs kann sich nach Eingabe einer Order ändern. Die Börsen Frankfurt und Stuttgart stellen aber eine Abwicklung binnen 30 Sekunden in Aussicht.

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