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Mehr Balance im Depot

Alternative Investments bieten fast allen Anlegern neue Chancen. Denn beim richtigen Einsatz minimieren sie das Risiko und erhöhen die Rendite.

FRANKFURT. Private und institutionelle Anleger werden vor immer neue Herausforderungen gestellt. Vorbei ist die Zeit, in der es ausreichte, sich in der Anlagepolitik auf einige wenige – meist auf das eigene Land fokussierte – monetäre, geopolitische und fundamental-ökonomische Einflussfaktoren für Aktien und Anleihen zu fokussieren und aus den Ergebnissen der Überlegungen dann eine Entscheidung für Sparbuch, Anleihe oder Aktie zu fällen.

Inzwischen ist die Finanzwelt wesentlich komplexer geworden. Die zunehmende Internationalisierung und Globalisierung führt nicht nur zu neuen Herausforderungen in der Analyse der Märkte. Zugleich bringt die starke Öffnung und Verflechtung der Kapitalmärkte neue Chancen, aber auch Risiken hervor. Wer da die Richtung der immer rascher rund um den Globus vagabundierenden Kapitalströme zutreffend analysiert, hat schon einmal einen Großteil seiner Hausaufgaben erledigt. Doch dann beginnt die eigentliche Arbeit erst so richtig. Denn sowohl im Hinblick auf die Anlageklassen als auch die Anlageprodukte hat die Finanzwelt einen Quantensprung gemacht. So werden immer mehr Vermögensgegenstände verbrieft und handelbar gemacht. Banken sind bei der Schaffung neuer Anlageinstrumente so kreativ wie wohl noch niemals zuvor.

Für den Anleger genügt es daher schon längst nicht mehr, die Frage der Kapitalaufteilung (Asset Allocation) allein für die traditionellen Anlageformen Bargeld, Anleihe und Aktie zu treffen. Aktien weisen große Risiken auf, wie das vergangene Jahrzehnt gezeigt hat und derzeit auch bei Anleihen – der anderen traditionellen Anlageklasse neben Aktien – offenkundig geworden ist. Und dass das Sparbuch beziehungsweise das Geldmarktkonto in der Niedrigzinsphase für Anleger nicht das Nonplusultra darstellt, ist hinlänglich bekannt.

Kein Wunder also, dass die Anleger – vor allem die institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen – nach Alternativen zur Vermehrung ihres Vermögens suchen. Findige Köpfe der Banken und anderer Anbieter finden immer neue Wege, dieses Bedürfnis zu stillen.

In der deutschen Öffentlichkeit werden in erster Linie Hedge-Fonds und Private-Equity sowie mit der aktuellen Diskussion um die Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reit) auch Immobilien als Alternativ-Investments wahrgenommen. Diese Anlageklasse ist jedoch wesentlich breiter aufgestellt und bietet für den Anleger vielfältige Möglichkeiten; denn die Alternative zu einerseits riskanten und andererseits unter Renditeaspekten unattraktiven herkömmlichen Investmentformen sind zum Beispiel Hedge-Fonds, Private Equity, Devisen, Immobilien, Ur- und Rohstoffe, Kunst, Sammlerstücke, Forst- und agrarische Nutzflächen sowie CO2-Emissionszertifikate.

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