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Multinationale Märkte und Fallstricke

Euro Stoxx 50: Im Euro Stoxx 50 sind die 50 größten börsennotierten Unternehmen aus der Euro-Zone (Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Spanien) gelistet. Der nach Marktkapitalisierung mit Abstand größte Wert im Index ist der französische Ölkonzern Total. Das Unternehmen wird an der Börse auf rund 120 Mrd. Euro geschätzt. Auf dem zweiten Platz folgt der Pharmariese Sanofi-Aventis. Die größten deutschen Vertreter sind Eon, Siemens und die Telekom. Der kleinste Wert ist der niederländische Einzelhändler Ahold (rund zehn Mrd. Euro).

Stoxx 50: Im Stoxx 50 sind ebenfalls die 50 größten Unternehmen gelistet – allerdings aus Gesamteuropa. Zu den Ländern im Stoxx 50 zählen außer dem Euro-Raum laut dem Indexanbieter Stoxx Dänemark, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Großbritannien. Die größten Werte kommen mit BP und HSBC aus England. Beide Indizes existieren seit Februar 1998. Die Zusammensetzung wird im September überprüft.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Währungsrisiko: Trotz Gemeinschafswährung gibt es auch in Europa noch ein Währungsrisiko. Investoren, die es ausschließen möchten, sollten sich an Werte aus dem Euro Stoxx 50 halten, da hier nur Aktien aus der Euro-Zone aufgenommen werden. Im Index Stoxx 50 hingegen sind auch Titel beispielsweise aus Großbritannien und der Schweiz gelistet (siehe „Multinationale Märkte“).

Rohstoffe: Gerade der immer noch hohe Ölpreis trifft auch viele europäische Schwergewichte hart. Betroffen sind vor allem Fluggesellschaften und produktionsintensive Branchen wie beispielsweise die Automobilindustrie. Gleichzeitig finden sich in Europa aber auch zahlreiche Nutznießer von höheren Rohstoffpreisen wie etwa Ölgesellschaften, Versorger und Minengesellschaften.

Zinsen: Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa werden weitere Zinserhöhungen durch die Zentralbank erwartet. Damit werden die Aktien gleich von zwei Seiten weiter unter Druck gesetzt. Auch positive Unternehmensnachrichten können das häufig nicht ausgleichen. Viele Investoren bevorzugen zurzeit Anleihen, da die Rentenmärkte mit höheren Zinsen attraktiver werden.

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