Handelsblatt Anleger-Akademie
Ruhiger schlafen mit Fonds

Immobilienfonds: Die oft verwendeten, positiven Durchschnittsrenditen von Immobilienfonds täuschen. Um Geld zu verdienen, brauchen Anleger Geduld. Bei Ausgabeaufschlägen von mindestens fünf Prozent dauert es eineinhalb Jahre, bis offene Immobilienfonds Geld abwerfen. Die Rendite, die sich aus Wertentwicklung der Fondsimmobilien und Ausschüttungen zusammensetzt, bewegt sich – aufs erste Jahr gesehen – bei mehreren Fonds nahe der Null-Linie.

Immobilienaktien: Die Kursbewegungen einzelner Immobilienaktien sind wesentlich heftiger als die eines offenen Immobilienfonds. Immobilienaktien-Indizes wie die FTSE EPRA/NAREIT-Familie bilden dies ab. Auch für diese Indizes gilt, dass Gesellschaften wesentlich besser oder schlechter als der Index abgeschnitten haben. Im Unterschied zur Fondsrendite bleiben in der Standardvariante der FTSE-EPRA/NAREIT-Familie Ausschüttungen an die Aktionäre unberücksichtigt.

Indexzertifikate: Ein Indexzertifikat bewegt sich mit dem Index rauf und runter.

Immo-Aktienfonds: Die Fonds werden in der Regel aktiv gemanagt. Das Management versucht, durch gezielte Auswahl von Titeln besser zu sein als der Markt und vergleicht die Ergebnisse mit Immobilienaktienindizes.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Eigenheim: Familien bauen Häuser, die nach dem Auszug der Kinder zu groß und im Unterhalt zu teuer sind. Steht das Haus in einer Region, aus der die Menschen wegziehen, ist es am Ende oft nur noch mit Verlust zu verkaufen.

Vermietete Wohnung: Wer nur eine Wohnung vermietet, hat ein hohes Mietausfallrisiko. Dabei werden Vermieter nicht nur Opfer betrügerischer Mietnomaden, sondern von Menschen, die selbst in Not geraten sind.

Geschlossene Fonds: Im Anlageprospekt sind die Erfolgsaussichten rosarot gemalt, wenn auch Risiken nicht verschwiegen werden. Treten diese Risiken ein – etwa durch Mietausfälle –, drohen Verluste.

Offene Immobilienfonds: Flüchten Anleger nach negativen Nachrichten aus einem Fonds, fehlt dem Fonds schnell das Geld, um sie auszuzahlen. Die Anteilsrücknahme wird ausgesetzt – so Ende 2005 und Anfang 2006 bei drei Fonds geschehen.

Immobilienaktien: Von wenigen großen Gesellschaften abgesehen, prägen den deutschen Immobilienaktienmarkt Gesellschaften mit geringem Grundkapital und/oder wenigen frei handelbaren Aktien. Schon kleine Börsenaufträge führen zu hohen und für Anleger unvorhersehbaren Kursausschlägen.

Zertifikate: Zertifikate sind Schuldverschreibungen des Emittenten. Der Käufer ist darauf angewiesen, dass der Emittent zahlungsfähig bleibt.

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