Handelsblatt Anleger-Akademie
Viele Länder, viele Möglichkeiten

Definitionen:
Bei den Schwellenländern gibt es große Unterschiede. Der gängigen Definition nach sind Schwellenländer Staaten mit einem Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 10 000 Dollar pro Jahr. Die Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s stufen allerdings viele Schwellenländer schon mit Noten im so genannten Investmentgrade für sichere Schuldner ein. Dazu gehören Mexiko, Chile, Südafrika, China und viele osteuropäische Staaten.

Große Schuldner:
Die meisten Anleihen – gemessen am wichtigen EMBI-Plus Index von JP Morgan – haben Brasilien, Mexiko, Russland, die Türkei und die Philippinen ausstehen. In diesem Index sind Dollar-Anleihen der Schwellenländer vertreten. Es gibt wesentlich mehr auf Dollar als auf Euro lautende Anleihen der Emerging Markets.

Fonds:
Bei der Auswahl von Fonds für Schwellenländer-Anleihen sollten Anleger – je nach ihrer persönlichen Risikoneigung – darauf achten, ob der Fondsmanager mehr auf die solideren Schuldner zurückgreift oder ob er einen großen Anteil von Schwellenländer-Anleihen aus dem Non-Investmentgrade im Depot hat. Die Renditechancen aber auch die Risiken steigen zudem in dem Ausmaß, in dem der Fondsmanager Anleihen in lokalen Währungen der Schwellenländer beimischt. Anleger sollten sich informieren, ob der Fonds die Anleihen in lokaler Währung beziehungsweise die Dollar-Anleihen gegenüber dem Euro absichert. Das ist auch bei auf Euro lautenden Fonds nicht automatisch der Fall. Oft werden die Kurse einfach täglich in Euro umgerechnet. Anleger sollten deshalb vor dem Fondskauf unbedingt nachfragen.

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