Handelsblatt Anleger-Akademie
Viele Wege führen an den Markt für Beteiligungen

Direktinvestments: Der direkte Weg zu den großen Beteiligungsfonds steht nur institutionellen Investoren offen. Sie müssen hohe Millionenbeträge auf den Tisch legen, um in die Anlageklasse zu kommen. Allenfalls die Vermögensverwalter äußerst reicher Familien finden hier ebenfalls noch Zugang.

Aktien: Für Kleinanleger gibt es die Möglichkeit, über börsennotierte Gesellschaften in den Beteiligungsmarkt einzusteigen. In Deutschland gilt beispielsweise die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) als seriös geführtes Unternehmen. In Großbritannien sind unter anderen Schroder Ventures, Candover, 3i oder Graphite notiert. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge etwa 120 Titel, die im Beteiligungsgeschäft aktiv sind und für deren Aktien ein liquider Markt existiert.

Fonds und Zertifikate: Da Private Equity in Mode gekommen ist, bieten jetzt auch Fondshäuser und Zertifikateanbieter spezielle Produkte an. Die Erfahrung mit anderen Modethemen lehrt, dass diese Angebote oft auf dem Höhepunkt einer Welle kommen und die Renditen dann eher mager ausfallen.

Dachfonds: Wer beispielsweise einen fünfstelligen Betrag in Private Equity anlegen will, der findet ein breites Angebot an Dachfonds. Diese streuen die Risiken über verschiedene Zielfonds. Auch hier sollte der Anleger auf erfahrene Teams setzen, die schon seit Jahren im Markt etabliert sind.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Management: Wer über einen Dachfonds in den Bereich Private Equity investiert, muss doppelt aufpassen. Er muss sicherstellen, dass er über einen Wechsel des Managements im Dachfonds informiert wird. Aber auch bei den einzelnen Zielfonds hängt alles an einem erfahrenen Team. Wenn das wechselt, schlägt dies auch auf den Dachfonds durch. Im Beteiligungsgeschäft zählt das persönliche Netzwerk der Finanzinvestoren, deshalb sind Personalien eine wichtige Stellschraube für den Erfolg.

Strategiewechsel: Die professionellen Investoren reagieren allergisch, wenn die Beteiligungsfonds über die Lebensdauer eines Fonds auf einmal neue Schwerpunkte setzen wollen. Auch private Investoren sollten darauf pochen, dass kein Kurswechsel erfolgt. Sonst ist der Anleger auf einmal an soliden Maschinenbauern beteiligt, obwohl er in Risikokapital für Technologiefirmen investieren wollte.

Investitionshemmung: Fonds, die sich nichts trauen, können teuer werden. Der Investor zahlt Managementgebühren, ohne dass sein Kapital zum Einsatz kommt. Aber auch wenn die Fonds zu lange investieren, sinkt die Rendite.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%